Naruto - Chusei No Tatakai


 
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 [B] Der Drogenboss [Beendet]

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BeitragThema: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mo Jun 20, 2016 10:29 pm


Der Drogenboss
B-Rang Mission | Hi no Kuni

Beschreibung: Der Drogenboss Izuki wurde inmitten des Reiches in Richtung Kaze no Kuni entdeckt. Die Drogen, die er verkaufen lässt, sind sehr gefährlich, doch weil er so reich damit geworden ist, ist es schwer an ihn heran zu kommen, außerdem hat er als ehemaliger Tokubetsu Jounin wichtige Informationen zur Dorfverteidigung. Lasst ihn verschwinden und verbrennt die Leiche. Wenn ihr könnt, fangt auch noch so viele seiner Dealer wie möglich ein, Priorität liegt aber im Tod des Drogenbosses!

Missionsdauer: 2 Tage
Datum: 07.01.
Teilnehmer: Ryouma Uchiha & Ayano

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mo Jun 20, 2016 10:46 pm




Der Drogenboss [1|14]
Ayano x Ryouma
Sanft fiel der Schnee vom Himmel. Legte sich wie eine Decke auf die Dächer des Dorfes. Verbarg die Farben Konohas unter seinem feinen Weiß und dämpfte die meisten Geräusche. Es war ein friedlicher Tag, welcher wohl recht unscheinbar und sogar gutmütig wirken konnte.
Wenn man einer warmen Wohnung war. Und nicht draußen. Denn es war arschkalt. Wirklich richtig kalt. Ayano war froh, dass sie es mit einer Verspätung von zwanzig Minuten zum Dorftor geschafft hatte. Das war schon fast pünktlich bei der Genin. Sie war nur sieben Mal falsch abgebogen, hatte sich fast verlocken lassen, die Mission zu schmeißen und in die heißen Quellen zu gehen (wobei sie gewisse Narben davon dann doch abhielten) und ein mal war sie wieder bei ihrer Wohnung angekommen. Dafür war sie die ganze Zeit gelaufen, aber gegen die Kälte geholfen hatte es ihr nicht viel. Ihre Handschuhe waren gestern leider bei einem Unfall abhanden gekommen und ihr Wintermantel bei einer Mission vor kurzem völlig zerstört worden. Und wie es bekannt war, hatte Ayano kein Geld. Und ohne Geld konnte sie sich auch nicht wirklich etwas leisten, was sie warm hielt Und mit was bekleidet tauchte sie also auf? Dem Standard. Stiefel, Strümpfe bis zum Oberschenkel, Hotpants und ein kurzes Oberteil. Ihr Standardmantel schenkte ihr aber etwas Wärme. Schon traurig, dass dieses mit Gürteln verzierte Outfit das Wärmste war, das sie im Schrank hatte. Wirklich. Ansonsten hatte sie nur noch dünne Stoffe, offene Schuhe und zerrissene Shirts gehabt.
Nun aber war sie am Dorftor. Ihre Mission war es in Kaze no Kuni einen Drogenbaron zu finden und zu töten. Für die Genin kein Problem. In Kaze no Kuni ist sie schon ein mal aus Versehen gesehen, so dass sie sich auf die Hitze dort freute. Alles nur noch diese Kälte, die sie zum Zittern brachte. In diesem Moment wünschte sie sich, Akira zu suchen. Er war irgendwo da draußen in den Wäldern und fror wahrscheinlich genauso. Sie wollte sich an ihn schmiegen und vergessen, wie schrecklich die Welt war. Aber es ging nicht. Sie musste auf Mission.
Ironischerweise mit einem Uchiha. Ryouma hieß er, wenn sie sich recht erinnerte. Er war ein Jounin und sogar recht angesehen im Dorf. Die Genin aber war ihm noch nie begegnet, aber sie war froh, dass sie ein wenig über den Clan wusste, so dass sie nicht ganz unvorbereitet auf ihn treffen würde.
"Hallo?", rief sie deshalb. Der Mann war gewiss schon hier. Sie wusste nur nicht, wie er aussah. "Uchiha Ryouma? Entschuldigung für die Verspätung!" Hoffentlich war er nicht zu sauer auf sie. Bestimmt würde er sie aufziehen. Er war immerhin ein Jounin. Er musste sie dafür zur Rechenschaft ziehen. Und danach gleich ihre Kleidung kritisieren. Und sie niedermachen, weil sie in ihrem Alter noch Genin war. Die sonst fröhliche Ayano hatte immer weniger Lust auf diese Mission. Wieso musste es auch so kalt sein? Sie zitterte noch immer. Fast schon unbewusst schlang sie ihre Arme um ihren Leib und versuchte den Mantel enger um sich zu legen. Damit sie zumindest aufhörte, so grässlich zu zittern.

@Uchiha Ryouma

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Di Jun 21, 2016 3:00 pm







1/14 Der Drogenboss
Ryouma führte ein Doppelleben - und es bescherte ihm ein fast unanständiges Gefühl der Freiheit. Lebte nicht wirklich hier und nicht wirklich dort. Wenn er ehrlich war, wusste er nicht, wie es weitergehen sollte. Aber was tun? Unwillkürlich lief der Uchiha langsamer durch die schmalen Gassen seines "Heimatdorfes" und überhörte sogar das heisere Kläffen eines Hundes, der hinter seinem Zaun tobte. Wie sich entscheiden? Fast wäre er von einem Kinderwagen überfahren worden, den eine stämmige Frau resolut durch die Gegend schob.
Endlich war er am Treffpunkt, wo er sich unter den steinernden Torbogen stellte und für einen kurzen Augenblick nachdachte. Eingehend betrachtete er die goldene Zierschrift eines Schaufensters. Im Schaufenster betrachtete er sein müdes und eingefallenes Gesicht. Die tiefen Augenränder, die den Mann müde und traurig zur selben Zeit wirken ließen. Wenigstens verfehlte das Henge no Jutsu seine Wirkung nicht. Selbstverständlich wusste die ANBU-Einheit von der Beziehung zwischen Ayano und Ryouma. Der Uchiha erhielt klare Befehle. Dafür, und um die Sicherheit für Ayano, ihre Bekannten und Freunde zu gewährleisten, musste Ryouma wieder eine andere Identität annehmen und durfte keinerlei Kontakt zu seinem richtigen Leben haben. So stahl er die Identität eines Bekannten.
Pulvriger Schnee rieselte auf sein Haupt, auf die zersausten, leicht ergrauten Haare, und seine Schultern. Durch den Einsatz eines simplen Katonjutsus erwärmte Ryouma seinen kalten Körper. Sogleich überkam ihm eine wohlige und angenehme Wärme. Dann schob er all seine Gedanken zur Seite und widmete sich der anstehenden Mission. Im Kopf ging er sämtliche Details der Mission durch. Ein Drogenbaron - ehemalig ein Tokubetsu Jōnin aus dem Dorf Konohagakure - trieb sein Unwesen in Kaze no Kuni. Ein vermögender Schnösel. Er stand unter dem Schutz einer ganzen Scharr von Nukenin. Sicherlich kein einfaches Unterfangen, doch Ryouma hatte vollstes Vertrauen in seine Fähigkeiten und seine Ausbildung. Hier, bei der anstehenden Mission, war seine ANBU-Ausbildung von enormer Wichtigkeit. Sie mahnte den Uchiha zur Vorsicht. Im Kopf ging Ryouma die wichtigsten Punkte seiner Ausbildung durch. Immer wieder hallten die Worte seines Ausbilders im Kopf des Uchiha wider, als er seinen Blick vom Schaufenster nahm und er prüfend durch die Menschenmenge sah.
Gleichermaßen dachte Ryouma an seine Partnerin für die Mission. Ayano. Die Frau, die er liebte, für die er alles tun würde, doch die nicht wissen durfte, wer er war. Für ihn sah diese Mission, die Teameinteilung, wie ein Test aus. Was war für den ANBU von größerer Bedeutung? Seine Gefühle - die Liebe -, oder die Mission, das Wohl des Dorfes? Ryouma verzog keine Mine. Es musste einfach ein Test sein. Seine Vorgesetzten waren strenge Männer, die kein Erbarmen kannten. Selbst für kleinere Vergehen hagelte es saftige Strafen.
Ihre Stimme holte den Mann aus seinen zahlreichen Gedanken. Normalerweise begnete der Mann Ayano mit mehr Freude, einem herzlichen und ehrlichen Lächeln, doch nun verzog der Uchiha keine Mine. Mit tiefer, ruhiger Stimme antwortete er der Uzumaki. "Du bist mit den Details für die Mission vertraut?" Dabei ignorierte Ryouma ihre Frage. Mit einem verrohten Blick musterte der Uchiha die Frau. Natürlich sah Ryouma das Zittern am ganzen Körper. Er überging es. Er durfte sich von solchen Kleinigkeiten nicht aus der Ruhe bringen lassen. Selbstverständlich fiel es dem Uchiha schwer, doch behielt er seinen kalten Ausdruck bei.      

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Di Jun 21, 2016 8:30 pm




Der Drogenboss [2|14]
Ayano x Ryouma
Auf ihr Rufen hin meldete sich eine Person. Ayano musterte den Mann, der auf sie zugekommen war. Also einen Jounin mit dem Familiennamen Uchiha hatte sie sich weniger müde vorgestellt. Eher heroisch mit schöner Rüstung und einem Grinsen im Gesicht. Aber dieser Mann war ja schon fast langweilig. Etwas enttäuscht war Ayano schon. Akira hatte ihr wohl ein zu gutes Bild seiner Familie vermittelt.
"Japp, bin ich, Boss", sagte sie wie immer gut gelaunt. In letzter Zeit war sie es sogar wirklich. Nach Akiras Tod hatte sie die Verzweiflung gepackt, aber als er wieder aufgetaucht war, hatte ihr Leben einen neuen Sinn bekommen. Sie brauchte nicht mehr als den Uchiha. Also Akira. Er war im Moment alles, was sie durchhalten ließ. Solange er an ihrer Seite sein konnte, würde sie nicht aufgeben. Auch wenn er als Nukenin kein Teil des Dorfes war. Aber daran würden sie arbeiten. Akira hatte es versprochen.
Dieser Ryouma hingegen musterte Ayano kalt. Sein Blick gefiel er nicht. Er verriet keine Emotionen, so dass Ayano nicht daraus lesen konnte. Sie hatte eine gute Menschenkenntnis, aber dieser Mann schien eine Puppe zu sein. Nicht gut. Das brachte sie wirklich nicht weiter.
Aber sie war der Meinung, dass sein eisiger Blick ihrem Zittern galt, weswegen sie ihren Mantel noch weiter um sich schlang und ihren Körper befahl, damit aufzuhören. Keine Schwäche zeigen. Das konnte die Uzumaki. Sie war ein starker Mensch. Sie musste stark sein. Jedenfalls vor dem Jounin, denn vielleicht konnte sie auf diese Weise einen besseren Eindruck hinterlassen als das Dorf allgemein von ihr hatte.
"Wie kommt es eigentlich, dass ein Uchiha hier in Konoha ist?", fragte sie dann frei heraus. Sie war ein neugieriger Mensch und wollte nicht, dass die Mission stumm verlief. Das war nicht Ayanos Art. "Deine Familie ist doch normalerweise in Kiri beheimatet." Das wussten sogar Akademisten. Ayano war klar, dass sie Akira mit keinem Wort erwähnen dürfte. Besonders nicht diesem Uchiha gegenüber. Es war wichtig, dass sie seine Anwesenheit in den Wäldern geheim hielt, auch wenn sie etwas besorgt war. Ob er die Kälte besser vertrug als sie? In Kiri war es zu dieser Jahreszeit bestimmt noch kälter, da die Seewinde peitschten. Bestimmt hatte er seine Mittel gegen den eisigen Wind, so dass sie sich nicht so viele Sorgen machen musste. Und er beherrschte das Katon. Ihm war gewiss nicht kalt.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jun 22, 2016 6:54 pm







2/14 Der Drogenboss
Aus seinen müden Augen heraus unterzog er der Uzumaki eines prüfenden Blickes. Seine blasse Haut und seine tiefen Augenringe ließen den Uchiha zerbrechlich wirken wie einen alten Mann. Die hängenden Schultern bewirkten einen leicht runden Rücken. Er wirkte auch im Stehen so, als würde er in sich zusammensinken, so, als besäße er elastische Knochen. Sein Rückgrat gab ihm keinen sicheren Halt, es fehlte ihm an Haltung, an Rückgrat, an einer festen Überzeugung. Er hatte das Gefühl, dass dies der falsche Weg war.  Und dennoch sah der Uchiha keine andere Wahl. Er MUSSTE zu ihrem Schutz, zu seinem eigenen Schutz, dieses gefährlichen Pfad nehmen.
Ryouma wünschte, er wäre Hellseher. Zu gerne hätte der Uchiha gewusst, was im Kopf der Uzumaki vorging. Was hätte sie in seiner Situation getan? Auf ihre Worte hin entgegnete der Uchiha ein spärliches "Gut." Dann zog er sie die Kaputze seines schiefergrauen zerschlissenen Mantels über sein Gesicht. Über die Augen. Er konnte Ayano in diesem Moment nicht in die Augen sehen. Außerdem erfüllte der "Stofffetzen" einen tarnenden Zweck. Zumindest in den Abendämmerungen. Und das war sein Plan! Um die Abenddämmerung herum wollte er sich um den "Drogenbaron" kümmern, ihm mit einem schnellen Schnitt die Kehle durchtrennen.
Gefühlsarm musterte der Uchiha die Uzumaki ein letztes Mal. Dann kehrte der Mann der zitternden Frau den Rücken zu und verließ durch den steinernden Torbogen das Dorf. Sollte er ihr die Wahrheit sagen? Unter den ANBU galt bereits eine solte Tat als Verrat und wurde mit harten Strafen vergolten. Wenn sie wusste, wer er war, bekam auch die Uzumaki allerlei Probleme. Schnell verwarf er diesen Gedanken wieder und konzentrierte sich auf die anliegenden Mission. Das die ganze Mission nur ein simpler Test war, wusste der Mann. Sie stellten ihn auf die Probe. Er war nicht unbedingt ein großer Fan solcher Tests, doch stellte er die Methoden seiner Vorgesetzten NIE in Frage. Er war nunmal ein loyaler Dorfshinobi. Er tat das, was ihm seine Vorgesetzten sagten. So gesehen war Ryouma ein Roboter. Nicht nur, eigentlich jeder ANBU. Während ihrer langvierigen Ausbildung zum ANBU bekommen sie die Werte eines ANBU eingebläut. Wenn es sein muss auch mit Gewalt.
Auf ihre Frage hin zog der Mann nachdenklich seine Augenbrauen zusammen. Wenigstens verdeckte die lange Kaputze den nachdenklichen Ausdruck auf seiner Mine. "Eine viel zu lange Geschichte." Schließlich wich der nachdenkliche Ausdruck wieder einer eiskalten Mine. "Konzentriere dich besser auf die Mission." In seiner Tasche kramte er nach Zigaretten. Aus einem zerknitterten Päcken zog er eine Zigarette, zündete sie an, wobei er die Flamme des Feuerzeugs hinter den gewöblten Händen abschirmte. Schließlich sog er den Rauch ein. "Du hast hoffentlich kein Problem damit?" Er sah der Frau nicht in die Augen, sondern achtete auf den sandigen Weg. Er führte das Duo unweigerlich nach Kaze no Kuni. Die Reise nach Kaze no Kuni dauerte einen halben Tag. "Stelle dich auf eine lange Nacht ein." Er machte eine kurze Pause. "Ich hoffe du bist ausgeruht." Er war es, auch wenn er die letzten Nächte keinen Schlaf fand. Die ganze Zeit dachte er an die Mission. An die Tatsache, dass Ayano nicht wusste wer er war. Er lebte eine Lüge.    

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jun 22, 2016 8:12 pm




Der Drogenboss [3|14]
Ayano x Ryouma
Ayano wurde aus ihm wirklich nicht schlau. Auch wenn er es für gut befand, dass sie sich über die Mission erkundigt hatte, so schien seine Mimik sich nicht zu verändern. Stattdessen streifte er sich die Kapuze über den Kopf und zog sie sich tief ins Gesicht, so dass Ayano nun gar nicht mehr lesen konnte, was er fühlte oder eben nicht. Das machte es ihr wirklich nicht einfacher. Ayano war geselliger als man dachte. Sie wollte mit ihren Missionsparntern klar kommen und Gespräche führen. Spaß haben und lachen, denn sie liebte ihr Leben als Kunoichi und ging gerne auf Missionen. Aber dieser Ryouma schaffte es, diese Freude ein wenig zu trüben. Aber Ayano wäre nicht Ayano, wenn sie sich davon nicht unterkriegen lassen würde. Dann hatte sie eben alleine Spaß. In der Kälte. Tss.
Ryouma setzte sich kommentarlos in Bewegung, Ayano folgte ihm aber sofort. Abschütteln wollte er sie bestimmt nicht, aber gewiss auch nicht zu viel Zeit vertrödeln. Deswegen folgte sie ihm brav und versuchte, irgendwie noch etwas zu erfahren. Sie war eine neugierige Person und gerade so ein Verhalten machte es schlimmer. Da wollte sie nur noch mehr wissen. Wer war dieser Mann wirklich? Wieso war er in Konoha und nicht in Kiri? Ist er vielleicht wie Akira Nukenin gewesen? Bestand wirklich Hoffnung? Wenn sie die Antworten bekam, die sie brauchte, konnten sie und der Nukenin vielleicht doch noch auf ein besseres Ende hoffen.
Und deswegen fragte sie gerade heraus, warum er Teil von Konoha war. Es musste einen Grund geben und vielleicht hatte sie Glück und der Mann würde sich ihr anvertrauen. Doch er wies sie ab. Die Genin aber schnitt keine Grimasse, sondern wirkte weiterhin ruhig und gelassen, aber dennoch neugierig. Vielleicht etwas gekränkt, aber nur ein wenig.
"Die Mission gerade ist aber von A nach B laufen. Da gibt es nicht viel, worauf man sich konzentrieren kann", meinte sie mit unschuldiger Stimme. "Das ist doch perfekt für eine lange Geschichte. Ich habe auch einige auf Lager. Es ist doch langweilig, wenn wir nur stumm sind." Ayano der Sonnenschein. Wenn sie nur wüsste, wer diese Person wirklich war, mit der sie sich gerade unterhielt. Dass es ihr Akira war. Dass es diesen Akira nie gegeben hatte. Dass sie sich vielleicht sogar in eine Lüge verliebt hatte. Sie konnte es wirklich nicht ahnen. Und vielleicht war es auch besser, dass er seine Identität nicht preisgab. Das würde ihr Vertrauen in die Menschheit ein weiteres Mal vernichten. Ob sie Ryouma je wieder vertrauen könnte?
Er jedoch zog ein Feuerzeug heraus und entfachte die Flamme. Sofort schaute Ayano zur Seite. Sie schluckte, war aber nicht angespannt oder panisch. Nur leicht nervös. Es war nur ein Feuerzeug. Mehr nicht. Das konnte ihr nichts tun.
"Nein, nein", sagte sie und lächelte nun. Akira rauchte auch manchmal. Viel mehr erinnerte es sie an ihn, so dass sie sich wieder beruhigte. Für Ryouma war sie gerade wohl wie ein offenes Buch, denn er konnte sich denken, warum sie lächelte. Jeder Fremde würde andere Gründe vermuten oder es erst gar nicht bemerken.
"Ja, bin ich", gab sie sofort zurück. Sie hatte die Nacht gut geschlafen. Seit ihr Liebster wieder da war, ging es ihr blendend. Es gab keinen Grund mehr für sie, zu weinen und zu verzweifeln. Zum ersten Mal glaubte sie, dass die Welt doch gerecht sein konnte. Und sie hoffte, dass es weiterhin so schön und idyllisch blieb. Was sie nicht wusste war, dass dem nicht so sein würde. Alles würde in Scherben zerbrechen. Und sie konnte es nicht verhindern.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jun 23, 2016 6:48 pm







3/14 Der Drogenboss
Wenigstens durchschaute die Uzumaki den Uchiha nicht. Der Uchiha war wirklich ein begnadeter Schauspieler. Als ANBU - ein Oinin - musste Ryouma ein facettenreicher Mann sein. In den verschiedensten Situation war er ein völlig anderer Mensch. Eigentlich konnte der Uchiha alles sein, außer ein einfühlsams Individuum. Allerdings brachte ihm die Uzumaki ein solches Einfühlungsvermögen bei. Hoffentlich hemmte ihn jenes Einfühlungsvermögen nicht vor einem Mord. Ein wirklich absurder Gedanke, doch konnte er in der Gegenwart von Ayano einem Menschen das Leben nehmen? Ihm - dem Drogenboss - das Leben bei einem gezielten Attentat aushauchen, unter den Blicken der Uzumaki. Eine schwierige Aufgabe, doch Ryouma blieb keine andere Wahl. Ein Auftrag war ein Auftrag.
Kurz öffnete Ryouma den schiefergrauen Mantel und sah in das Antlitz der Zielperson. In seinem Mantel hing ein kleines Passfoto mit der düsteren Fratze des Drogenbosses. Ein muskulöse, kraftstrotzende Gestalt. Ein schmutziges Grinsen umspielte das fast jugendhafte Gesicht des Mannes. Er war Abschaum. Niemand störte sich daran, wenn ein solch schrecklicher Mann sein Leben ließ. Schließlich dachte Ryouma daran, wie er dem Mann sein Leben nahm. Am besten ein schneller, schmerzloser Tod. Vielleicht durch eine Überdosis seiner eigenen Droge? Ein genialer Gedanke. In diesem Fall musste der Schwarzhaarige sich nicht um die Beseitigung der Leiche kümmern. Unfälle passierte überall auf der Welt und eine Überdosis bei einem Drogenboss war wohl keine Seltenheit. Mehr Gedanken machte sich der Uchiha um die Wachen des Drogenbarons. Als vermögender Mann verfügte er sicherlich über diverse Sicherheitsvorkehrungen - nicht nur Wachen - die ihnen das Eindringen in die "Festung" erschwerten. Aus diesem Grund wollte der Uchiha die Abendämmerungs nutzen, um sich ungesehen an den Wachen vorbeizuschleichen.
"Wir erreichen bald "Feindesgebiet", Ayano." Kurz räusperte sich Ryouma, bevor er den Rauch seiner Zigarette einsog. "Halte stets Augen und Ohren offen." Geschickt versuchte Ryouma um die Geschichte herumzukommen. Doch die Uzumaki machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Genervt seufzte der Mann, bevor er ihr dann doch seine Geschichte offenbarte. "Ich komme ursprünglich aus Kumogakure. Aufgrund einiger Misstände verließ ich mein Heimatdorf und ging nach Konohagakure." Selbstverständlich war dies nicht die ganze Geschichte, nur die Kurzform einer langen, nervenaufreibenden Geschichte.
Langsam erhöhte Ryouma sein Tempo. Mit einem prüfenden Blick über seiner Schulter suchte er nach Ayano. Hoffentlich hielt die Frau bei seinem Tempo mit. Noch vor der Abendämmerung wollte er das Versteck des Drogenbosses erreichen, alles andere wäre nur verschenkte Zeit. Und sonderlich viel Zeit hatte das Duo nicht. Ungewiss war nämlich, wann sich die Zielperson in seiner bescheidenen, gut bewachten Behausung aufhielt. Der Uchiha erhielt nur ungenügende Informationen über den Mann. Eigentlich zu wenig Informationen für eine solche Mission. Nichtsdestoweniger beschwerte sich der Mann nicht bei seinen Vorgesetzen. Meistens hatte der Mann noch weniger Informationen über die gesuchte Person. Teilweise gab es weder ein Bild, noch den Aufentaltsort und nur das Reich, in der sich die gesuchte Person aufhielt.
"Hoffentlich.", entgegnete Ryouma. NIE hätte er Ayano so behandelte, doch er musste in dieser Rolle bleiben. Ein gefühlskalter Shinobi, für den die Mission an erster Stelle stand. Allerdings, er wusste es am besten, würde er sein eigenes Leben geben, wenn die Uzumaki in Gefahr wäre. Sie stellte der Mann über die Mission. Die Uzumaki stellte der Uchiha über ALLES.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Fr Jun 24, 2016 10:34 pm




Der Drogenboss [4|14]
Ayano x Ryouma
Er wirkte nach wie vor unnahbar. Langsam verstand Ayano, dass er wirklich keinen fröhlichen Kontakt wollte. Es war ihr schon von Anfang an klar gewesen, aber sie hatte zumindest die Hoffnung gehabt, dass sie das Eis brechen konnte. In diesem Moment sehnte sie sich nach Akira. Er war nicht so. Vielleicht zu anderen, aber bei ihr war er immer offen und fast schon gut gelaunt. Er wirkte immer so glücklich und genau das vermisste sie in diesem Moment.
"Mach ich, Boss", sagte sie deshalb ruhiger und ernster. Sie gab es auf. Ayano wusste selbst, dass einige Menschen nicht über ihre Vergangenheit sprechen wollten. Sie selbst war eigentlich auch verschlossen, so dass es sie kaum überraschen durfte. Wenn sie nun weiter nachhakte und Ryouma weiter mit Fragen belästigte, würde er das Recht bekommen, sie auszufragen. Und das wollte die Genin wiederum nicht. Also hieß es nun, Klappe halten.
Als er ihr aber auf die Frage antwortete, wieso er hier und nicht in seiner Heimat war, lächelte sie kurz. Sie unterdrückte einen triumphalen Blick, sondern blieb eher besonnen. Er wollte, dass sie die Mission ordentlich bestritt und sie würde es tun. "Konoha ist auch viel schöner", meinte sie deshalb und klang wirklich erwachsener. Eine Seite, die man selten an Ayano sah, aber eigentlich ihre wahre Persönlichkeit war. Akira kannte sie zumeist, auch wenn sie mit ihm besonders gerne die naiven Späßchen machte, weil bei ihm fühlte sich selbst ihre Maske real an. Bei ihm konnte sie sein, wer sie wirklich war. Er lehnte sie nicht ab. Er liebte sie als die Person, die sie war. Und dafür liebte sie ihn. Weil er so ein wunderbarer Mensch war.
Einen Moment wandte sie ihren Blick zurück. Sie waren schon ein Stück weiter gekommen, aber gerade jetzt sehnte sie sich noch mehr nach dem Mann. Wieso mussten ihr auch ausgerechnet jetzt solch schnulzigen Gedanken kommen? Das war nicht fair.
Auf ihre Antwort, dass sie ausgeruht war, kam eher ein kalter und abweisender Kommentar. Glaubte Ryouma der Genin nicht? Nur weil sie eine Genin war? Sie würde nicht lügen. Nicht in diesem Fall. Ayano verbarg sich zwar oft hinter irgendwelchen Lügen, aber bei relevanten Informationen für eine Mission war sie immer ehrlich. Das könnte sonst schlimm enden.
"Da kannst du mir ruhig vertrauen", sagte sie dann mit deutlichem Selbstbewusstsein. Jetzt sah Ryouma eine Ayano, welche er bisher wohl eher selten gesehen hatte oder viel mehr bei ihrem ersten Treffen. Sie tat besonders stark, wenn sie auf ablehnende Personen traf, wie Ryouma es im Moment war. Sie wollte jedem Ungläubigen beweisen, dass sie sich nicht unterkriegen ließ, auch wenn es ihr selbst wehtat, dass man sie so behandelte. Aber sie gab niemanden die Genugtuung eines Triumphs über sie. Ayano ließ sich nicht brechen. Auf keinen Fall. Aber die Tatsache, dass sie sich so verhalten konnte, bewies, was sie alles hatte durchmachen müssen. Es zeigte auf, wie schrecklich manche Tage gewesen sind und wie herablassend man sie behandelte, dass sie es schon so gewohnt war, ihre Maske zu tragen. Sie wäre gewiss eine gute ANBU, doch als Genin war sie nicht dafür geeignet, in die Lehre aufgenommen zu werden. Wahrscheinlich hatte man sie als Langzeitversager nicht mal auf dem Schirm. Erst wenn die Chuunin wurde, könnte man sie in Erwägung ziehen. Aber bei ihrer letzten Prüfung hatte sie bereits gezeigt, wie naiv sie doch war, wenn sie anderen Menschen vertraute. Und nun vertraute sie wieder jemanden. Ryouma. Oder jedenfalls dem Mann, für den sie Ryouma hielt. Dass er sie nur belogen hatte, ihr einen falschen Namen und eine falsche Geschichte gab, dass sie Mitleid mit ihm hatte, obwohl alles erlogen war, wusste sie nicht. Ayano wusste nicht, wie dumm sie eigentlich war. Dass sie jemanden liebte, der doch eigentlich gar nicht existierte.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mo Jun 27, 2016 2:21 pm







4/14 Der Drogenboss
Zu viel hatte ihm das Schicksal angetan, so viel, dass seine Maske, die den Rest seiner Verletzlichkeit schützte, längst hart wie Stein war und er nichts mehr an sich sich heranließ. Während der ANBU-Ausbildung hatte man ihn wie Stahl immer wieder gebrochen, erhietzt und erkalten lassen, bis er gänzlich erstarrt war. Viele Menschen erzürnte seine Härte, denn sie hätten sich nie so verschließen können wie der Uchiha. Nun schützte ihn die Maske, gepaart mit seiner Ausbildung, vor Ärger und Strafe. Allerdings hegte er Zweifel hinsichtlich der Lüge, doch seine Maske bröckelte nicht. ER hatte sich dieses Leben ausgesucht und nun musste er mit dieser Situation klarkommen.
Ryouma sprach ungerne über seine Vergangenheit. Den "Verrat" an seinem Heimatdorf, die gefährliche Flucht und sein neues Leben in Konohagakure. Wenigstens ging die Uzumaki nicht weiter darauf ein, belästigte den Mann nicht mit weitere Fragen. Ayano kannte die falsche Wahrheit über den Uchiha. Eine Geschichte, die eine Lüge war. Eigentlich basierte ihre Beziehung, ihre Liebe, auf einer Lüge, doch Ryouma konnte der Uzumaki nicht die Wahrheit sagen. All das tat er einzig zu ihrem Schutz.
Eigentlich mochte Ryouma die Landschaft seines Heimatdorfes. Die verhangenen Wolken, den beharrlichen Regen und vorallem die endlosen Küsten. Nichtsdestoweniger vertrat der Uchiha andere Ansichten als sein Heimatdorf und sie hielten ihn in seinem Weg auf. "Ansichtssache." Der Uchiha war nicht unbedingt ein Fan der fast immergrünen Landschaft von Hi no Kuni. Jeder Ort in Hi no Kuni unterschied sich nicht wirklich von anderen Orten. Überall Bäume. Oft vermisste er die Küsten seines Heimandlandes, das Wasser. Allerdings vertrat das Dorf Konohagakure seine Ideale und Werte und schätzte seine Fähigkeiten. Für Konohagakure war Ryouma eine gefährliche Waffe im immerwährenden Konflikt gegen die anderen Großreiche.
Für einen Augenblick dachte der Uchiha darüber nach, ob er ihr die Wahrheit sagen sollte. Das er kein Verbrecher war, sondern ein ANBU, der im Auftrag von Konohagakure agierte. Nein, daran verschwand er lieber keine weiteren Gedanken. Nicht nur die ANBU-Einheit des Dorfes wäre eine Gefahr, sondern auch die sich rächen wollenden Nukenin. So widmete sich der Mann wieder der Mission.
Während ihrer Worte unterzog Ryouma die Genin einer kritischen Musterung. "Akira" - der "Lügner" - hatte genügend Vertrauen in Ayano, doch Ryouma - der ANBU - hatte seine Zweifel. Der kleinste Fehler gefährdete selbst die einfachste Mission. Und diese Mission war weitaus mehr als nur ein einfacher Auftrag. Ihre Zielperson war kein ungefährlicher Mann, er handelte auf dem Niveau eines Tokubetsu Jōnin und stand unter dem Schutz einer ganzen Scharr von Nukenin.
"Ich habs' nicht so mit dem Vertrauen." Natürlich besaß der Mann genügend Vertrauen in Ayano. Er vertraute ihr sein Leben an. Plötzlich kam dem Mann ein unschöner Gedanke. Der Gedanke an seinen Tod. Damals ließ er sein Leben für die Frau. Selbst nun, wo er Ryouma war und im Auftrag von Konohagakure agierte, würde er wieder sein Leben für Ayano lassen. Sie war für den Mann das wichtigste auf der Welt. Ihre Sicherheit stand stets an erster Stelle. Was war schon eine Mission, wenn der Mensch sein Leben ließ, der für einen ALLES auf der Welt war? Sie hatte keinen allzu hohen Wert.
"Was hast du eigentlich für Ziele im Leben?" Er würdigte der Uzumaki keines Blickes. Sein Blick folgte dem sandigen Steinpfad, der sie unweigerlich nach Kaze no Kuni führte.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Di Jun 28, 2016 11:08 pm




Der Drogenboss [5|14]
Ayano x Ryouma
Scheinbar mochte Ryouma Hi no Kuni nicht so sehr, wie Ayano es tat. Es war ihre Heimat. Hier war sie aufgewachsen. Es war für die Genin natürlich, dieses Dorf zu lieben, wie es wohl für den Uchiha natürlich war, seine Heimat zu lieben. Jedenfalls deutete sie das aus dem Wort des Mannes.
"Vermisst du Mizu no Kuni?", fragte sie deshalb. Ayano war nicht nervig und aufbrausend. Eigentlich war sie sogar recht einfühlsam, wenn es sein musste und sie sich heraus nahm, sich zu verhalten zu dürfen. Und bei dem Jounin hatte sie das Gefühl, dass es angebracht war. Er sah zwar auf sie herab, aber irgendwie fühlte Ayano sich ihm nicht gänzlich fremd. Dass es 'ihr' Akira war, ahnte sie nicht. Nichts deutete darauf hin. Es war auch keine Vertrautheit, die sie dem Mann gegenüber verspürte, denn dazu verhielt er sich zu distanziert. Aber die beiden waren immer noch Seelenverwandte und das konnte man nicht überspielen. Niemals.
"Verständlich", meinte sie. Ayano vertraute auch niemandem. Nur ihrer Tante und Akira. Andere Personen gab es nicht, die sie niemals enttäuschen würden. Wie falsch sie damit lag, konnte sie ja nicht wissen.
Ihr Gang aber wurde etwas leichter, je weiter sie voran kamen. Es war immer noch kalt, natürlich, aber sie bewegten sich südlich und somit in wärmere Gefilde. Dadurch wurde es sehr langsam wärmer, was Ayano spürte. Sie war gespannt auf die Wüste. Ein paar mal ist sie schon dort gewesen. Nicht ganz freiwillig, aber sie war da. Wenn man ein Meister im Verlaufen war wie die Genin, hatte man schon einige Orte gesehen.
"Meine Ziele?", fragte sie. Natürlich war ihr Ziel, ihre Schulden loszuwerden, Anerkennung zu erlangen und die stärkste von allen werden. Aber das würde sie Ryouma nicht sagen. Ayano war niemand, der gerne Dinge über sich Preis gab. Akira hatte sie es damals erzählt und es war in einer kleinen Diskussion geendet. Bei ihrem ersten Treffen. Mit einem schwachen Lächeln dachte sie daran zurück, ehe sie den Jounin ansah, welcher sie jedoch nicht betrachtete. Er war kühl. Abweisend. Das würde wohl sicher die schrecklichste Mission aller Zeiten werden. "Chuunin werden, denke ich. Das ist glaube ich angebracht." Keine direkte Lüge, aber auf jeden Fall nicht die volle Wahrheit. Dass Ryouma wissen würde, dass sie ihm einiges verschwieg, konnte Ayano nicht ahnen. Dass dieser Mann sie besser kannte als alle anderen, war ihr nicht bewusst. Es war fast schon traurig. "Hast du denn Ziele?", fragte sie und sah zu ihm auf. Wissend, dass er sie nicht ansehen würde.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jun 30, 2016 4:09 pm







5/14 Der Drogenboss
Vermisste er Mizu no Kuni? Eigentlich sehnte er sich nur nach den schier unendlichen Küstenlandschaften und dem leisen Rauschen des Meeres. Somit verlangte der Uchiha nur nach einem kleinen Teil von Mizu no Kuni. All die Menschen und befremdlichen Ideale hingegen vermisste der Mann nicht. Sicherlich führte ihn eine Mission eines Tages zurück nach Mizu no Kuni.
"Nicht wirklich.", entgegnete er. Ryouma war kein Mann von großen Worten, sondern ein Mann der Taten. Er sagte stets nur das Nötigste, kontrollierte ein Geschehen immer mit seinen Blicken. Akira - die "Rolle", die er die letzten Monate einnahm - war das totale Gegenteil. Ein vorlauter, nichts respektierender Mistkerl. Eigentlich besaßen Ryouma und Akira nicht eine Gemeinsamkeit. Für Ryouma stand die Mission immer an erster Stelle, während es für Akira sein eigenes Wohl war. Allerdings kam der Schwarhaarige nie aus seiner Rolle. Immerhin stand die Mission, die Überwältigung eines großen Nukeninrings, an erster Stelle.
"Du gehörst also auch zu dieser Sorte?" Selbstverständlich miemte Ryouma den Unwissenden. Natürlich wusste er um die Vertrauensprobleme, die die junge Uzumaki hatte. Für die Uzumaki gab es nur zwei Personen in ihrem Leben - ihre Tante und .. Akira bzw. Ryouma. Gerade aber "spielte" der Uchiha mit ihrem Vertrauen. Allerdings hatte er wirklich keine andere Wahl.
Langsam schlug das Wetter um, und statt des eisigen Schnees erfasste ihn eine gemütliche Wärme. Bald erreichten sie die Wüste von Kaze no Kuni. Missionen führten den Uchiha einige Male in die unsagbar heiße Wüste des Reiches. Die schier unendliche Wüste mit ihren verdorrten Büschen und vereinzelten Oasen. Allerdings herrschte um diese Jahreszeit selbst in der Wüste von Kaze no Kuni ein mehr oder weniger angenehmes Klima. In der Nacht allerdings schlug das Klima um. Aus dem Augenwinkel heraus musterte der Uchiha die Uzumaki. In ihren knappen Outfit bekäme sie in der Nacht einige Probleme. "Warst du schon in Kaze no Kuni?" Wieder nahm er seinen Blick nicht von der sandigen Route, die sie nach Kaze no Kuni führte. Eigentlich erübrigte sich jene Frage. Ryouma kannte ihren fast nicht vorhandenen Orientierungssinn und sicherlich verlief sich die junge Frau bereits in die Wüste des Reichs.
Eigentlich kannte Ryouma die Ziele der Frau. Eigentlich wusste er fast alles über Ayano. Sie wollte keine Schulden mehr haben, doch darum kümmerte sich Ryouma, sobald er für sie ein fester Bestandteil des Dorfes war. Und sie wollte eine starke Kunoichi sein. Falsch! DIE stärkste Kunoichi von ALLEN! Dabei ging es der Frau vorallem um Anerkennung. Aus dem Augenwinkel heraus nahm er ihr schwaches Lächeln war. Er zog die Kaputze tiefer in sein Gesicht, den Blick wieder auf den Weg gerichtet, als dem Uchiha ein schwaches Lächeln über die Lippen kam. Nur für einen kurzen, schwachen Augenblick. "Und danach? Wenn du Chuunin bist?" Ein schwacher Versuch des Smalltalks. Allerdings interessierte sich der Uchiha für ihre weiteren Ziele. "Wie soll es dann weitergehen?"
Was für Ziele hatte Ryouma? "Meine Ziele? Nur der Schutz meines Dorfes." Eigentlich war dies nur die halbe Wahrheit. Er hatte ganz andere Ziele als Akira. Ihm ging es nicht um Rache, sondern um die Widerherstellung von .. "Ehre". Eine komplizierte, viel zu lange Geschichte für diese Reise.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] So Jul 03, 2016 4:00 am




Der Drogenboss [6|14]
Ayano x Ryouma
Etwas beruhigte es Ayano schon, dass Ryouma seine Heimat nicht vermisste. Es war schön, wenn Menschen sich nicht nach Dingen zurück sehnten, welche für sie unerreichbar waren. Die Genin kannte das nur zu gut. Sie wusste, dass sie sich Gegebenheiten wünschte, welche für sie nahezu unmöglich zu erlangen waren. Nicht nur, dass sie allein ihre Schulden abarbeitete, sondern auch, dass Akira Teil von Konoha werden konnte. Es war schwer, für einen gesuchten Nukenin, dies zu erreichen. Besonders jetzt, da das Dorf keinen Kage hatte und auf diese Weise unsicher wirkte. Ayano fürchtete, dass man Akira eher jagen und töten würde, ehe man ihm eine Chance gab, sich zu beweisen. Die Chance, die Ayano ihm gegeben hatte. Dass dies alles nur eine Lüge gewesen ist, konnte sie nicht wissen. Und Ryouma sollte lieber hoffen, dass Ayano es nicht erführe. Sie würde daran sonst wohl zerbrechen.
"Wir sind Shinobi", meinte sie. "Vertrauen ist etwas, was man sich oft nicht leisten kann. Am Ende sind wir uns doch die nächsten." Sie fasste es so allgemein wie möglich, um eben die Thematik zu umschiffen. Sie wollte Ryouma nicht offenbaren, woher ihre Vorsicht rührte, anderen nicht zu trauen. Was sie alles hatte erdulden müssen. Welch Wunder es war, dass sie Akira vertraut hatte. Sie hoffte, dass dem Jounin diese allgemeine Antwort reichte. Dass er nicht weiter nachhakte. Er würde keine Antworten bekommen.
Endlich wurde es wärmer. Je näher sie sich dem Reich der Winde näherten, desto wohliger wurde der Genin. Ihr war klar, dass die Nächte ebenfalls kühl sein würden, aber gewiss nicht so schrecklich wie diese Winterlandschaft.
"Japp", antwortete sie knapp. Natürlich ist sie bereits in Kaze no Kuni gewesen. Wenn auch nicht ganz gezielt. Aber das führte sie lieber nicht aus. Bisher schien der Mann kein vernichtend schlechtes Bild von ihr zu haben. Wenn sie jetzt sagte, dass sie sich nicht ein mal wirklich in Konoha zurechtfand, wäre sie wohl doch unten durch.
"Muss es denn nach dem Chuuninrang weitergehen?", fragte sie. Diese Frage allein war eine Lüge. Natürlich wollte Ayano hoch hinauf. Sie wollte Jounin werden. Wollte stark werden. Ihre Kräfte vermehren. Aber sie wollte auch mit Akira zusammen leben können. Sie würde für ihn das Leben als Kunoichi aufgeben, wenn es sein musste. Er war ihr das wichtigste. Für sie gab es niemand anderen. Wenn sie wählen sollte, dann wäre Akira ihre Wahl. Noch. Gewiss kam eine Zeit auf sie zu, in der sie ihn verfluchte. Wenn sie die Wahrheit kannte.
"Das ist ein nobles Ziel", sagte sie. "Gewiss aufopfernd. Bestimmt hast du hier Personen gefunden, die du beschützen willst", sie lächelte. "Sie können sich glücklich schätzen, einen Uchiha zu haben, der auf sie aufpassen möchte." Immerhin kannte sie das Sharingan. Irgendwann wäre Ayano stark genug, um wieder Vertrauen zu Personen zu fassen. Wenn niemand sie bezwingen könnte, könnte niemand sie verraten und sie wäre in der Lage, Menschen um sich zu scharen, die ihr etwas bedeuten durften. Mehr Menschen als ihre Tante und Akira. Und sobald sie stark genug war, würde sie diese auch beschützen wollen.
Sie schaute sich um. Inzwischen bot sich die Wüste um ihnen. Und es wurde dunkel. "Sieht aus, als wären sie nicht mehr in Hi no Kuni", stellte sie heldenhaft fest. Für Ayano war das mehr als nur ein Wunder, dass sie das bemerkte, immerhin bezog sich ihre Orientierungslosigkeit auch darauf. Sie war wirklich unglaublich!

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mo Jul 04, 2016 7:41 pm







6/14 Der Drogenboss
Ryouma verspührte eine tiefe Abneigung gegen die Menschen in Kirigakure - gegen ihre Ideale und ihre Vorgehensweise. Nichts brachte ihn zurück in seine Heimat, nach Kirigakure. Mittlerweile sah sich Ryouma als vollwertiges Mitglied ihrer Gemeinde an, als loyaler Shinobi, der ALLES für sein Dorf gab. Konohagakure schenkte ihm genügend Vertrauen. So viel Vertrauen, dass sie ihn in den Rang eines ANBU hoben. Allerdings brachte ihm dieser hohe Rang einige Probleme von privater Natur. Ayano glaubte noch immer, dass Ryouma bzw. Akira ein gesuchter Verbrecher seines Heimatdorfes war - ein Dieb und Mörder. NICHTS von dem, was Ryouma ihr über seine Person sagte entsprach der Wahrheit. Er war KEIN sarkastischer Miskerl, KEIN Mörder. Er war ein loyaler Shinobi des Dorfes Konohagakure, der einen Auftrag hatte. Ironie des Schicksal, dass sich Ryouma während jener Mission in die junge Uzumaki verliebte und dabei fast den Auftrag des Dorfes gefährdete. Nun - nach einem halben Jahr - war er zurück in Konohagakure und führte ein Doppelleben als ANBU und Jounin.
"Nichtsdestoweniger ist Vertrauen eine bedeutsame Sache." Ein letztes Mal inhalierte der Mann den wohltuhenden Rauch seiner Zigaretten. Dann schnippte er die Zigarette im hohen Bogen in schneebedeckte Gras. "Ich habe vollstes Vertrauen in die Entscheidungen meiner Vorgesetzten und in die Entscheidungen des Dorfes Konohagakure." Als Mann, mit einer gehobenen Menschenkenntnis wusste er aber auch, welchen Menschen er jenes Vertrauen entgegenbringen konnte. Menschen, die er nicht kannte, schenkte er auch keinerlei Vertrauen und begegnete ihn mit berechtigter Skepsis. "Herrscht nur Skepsis, dann würde es das Dorf Konohagakure nicht geben."
Milde Luft streichelte seine Haut, die aufkommende Sonne wärmte seine Schultern und ließ ihn die Kälte Konohagakure vergessen. Ryouma mochte Kaze no Kuni. Hier, im Reich des Windes, würde er gerne einmal Urlaub machen, doch die Umstände - der kalte Krieg - verdarben ihm einen solchen Urlaub. Eines Tages, wenn es keinen Zwist mehr zwischen des Dörfern gab ODER Kaze no Kuni zu Hi no Kuni gehörte, würde der Mann hier einige Urlaubstage verbringen - zusammen mit Ayano.
"Verlauf-" Mitten im Satz unterbrach Ryouma seine Fragestellung. FAST, um ein Haar, hätte sich der Mann verraten. Kurz räusperte sich der Mann und sortierte seine Gedanken. "Ich meine, was führte dich nach Kaze no Kuni?" Hoffentlich durchschaute die Uzumaki seine Maskerade nicht. Er hätte sicherlich mehr Schwierigkeiten mit einer wütenden Ayano, als mit einem durchtriebenen Drogenboss.
"Muss es nicht, aber für uns Shinobi sind Ziele von wichtiger Bedeutung." Ryouma bzw. Akira wusste, dass Ayano weitaus mehr wollte, als nur Chuunin werden. Sie wollte die stärkste Kunoichi auf der Welt werden. Ryouma verübelte ihr diesen Gedanken nicht. Einst wollte auch Ryouma der stärkste Shinobi werden, den die Welt je gesehen hat, doch mit dem Alter verlor er dieses Ziel. Nun hatte er andere Ziele. Der Schutz seiner Partnerin hatte oberste Priorität. Danach kam der Schutz seines Dorfes und seiner Bewohner.
"Kein nobles Ziel. Ich finde, dass jeder dieses Ziel haben sollte." Er legte eine nachdenkliche Pause ein. Dann erhob er das Wort: "Das Dorf, also Konohagakure, ist für uns alle eine Zuflucht - ein schützendes zu Hause. Und wir, die Shinobi, beschützen es dafür mit unserem Leben." Einen kurzen Augenblick sah der Uchiha in den Himmel auf. "Nicht nur irgendeine Person - eine ganz besondere Person. Paradoxerweise erinnerst du mich sehr an sie." Paradoxerweise? SIE, Ayano, war die Person die er liebte und für die er ALLES tun würde. Einmal hatte er es bewiesen, als er sein Leben für die Frau ließ.
Während des Gesprächs verstrich die Zeit wie im Fluge. Feiner Wüstensand bedeckte den Boden und bildete vereinzelt einige Dünen. "Sieht so aus." Er sah sich in der weiten Wüste um. Nichts. "Halt die Augen offen." Immerhin waren sie nun im Feinesgebiet.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jul 06, 2016 8:15 pm




Der Drogenboss [7|14]
Ayano x Ryouma
Vertrauen eine gute Sache? Ayano wusste nicht so recht. Sie war der eindeutigen Meinung, dass es ihr nur wehtun würde, wenn sie jemandem vertraute. Sie glaubte nicht, dass es ihr viel bringen würde, jemanden zu vertrauen. Vor allem nicht dem Dorf oder ihrem Clan. Sie brachte dies dem einzigen Mann entgegen, den sie liebte und damit reichte es auch. Je mehr Menschen sie vertraute, desto angreifbarer war sie. Sie wüsste nicht, wie sie reagieren würde, wenn Akira ihr Vertrauen missbrauchte. Wahrscheinlich könnte dies ihre Welt zerstören und ihrem Glauben in die Menschheit den Rest geben. Sie wüsste auch nicht, ob sie Akira jemals verzeihen könnte, aber sie glaubte nicht, dass er ihr jemals irgendetwas täte, was dieses Vertrauen gefährdete. Sie brauchte sich gar keine Sorgen machen.
"Wenn du meinst", sagte sie und lächelte. Sie konnte seine Meinung einfach nicht teilen. Zu oft hatte man Ayano verraten und im Stich gelassen. Sie fallen gelassen und auf ihr herumgetrampelt, als sie am Boden lag. Sie hatte sich nur mit Mühe wieder auf die Beine hieven können. Sie mochte Konoha und sie war dem Dorf gegenüber loyal, aber sie glaubte nicht, dass es ihr das selbst entgegenbrachte. Kein Konohanin würde sein Leben für sie geben. Keiner.
Als Ryouma fragte, ob sie schon ein Mal hier gewesen ist, bejahte sie das knapp. Was aber dann geschah, verstand sie nicht. Er begann zu spreche, brach aber ab. Dennoch verstand sie das Wort. Verstand, was er sagen wollte. Verlaufen?
Die Genin verengte die Augen. Natürlich war es bekannt, dass sie sich gerne einmal verlief, aber niemand, wirklich niemand käme auf die Idee, dass sie sich in andere Länder verlief. Das wurde nämlich immer gut unter den Teppich gekehrt, weil es bedeutete, dass andere versagt hatten. Auch wenn sie mal außerhalb des Dorfes landete und niemand eine logische Erklärung dafür hatte. Wie also kam der Mann darauf? Es gab nur wenige Personen, die von dieser starken Orientierungslosigkeit wussten. Ihre Tante und Akira. Ryouma war weder noch.
"Genau das, was du gerade sagen wolltest", meinte sie deshalb herausfordernd. "Ich habe mich verlaufen." Ayano verbarg ihre Skepsis nicht. Er sollte merken, dass sie das verdächtig fand. Sie hatte von Stalkern gehört. Zwielichtigen Gestalten. Aber wie so jemand kam er ihr nicht vor. "Wie aber kommst du darauf?", fragte sie deshalb. "Man weiß zwar, dass ich nicht die beste Orientierung habe, aber dass ich in fremden Reichen lande ist ein sehr absurder Gedanke." Dass dies ihr Akira in einem Henge war, war ebenso absurd, weswegen sie gar nicht erst daran dachte.
"Ich erinnere dich an sie?", harkte sie nach. Ryouma meinte, seine Ziele wären nicht nobel, aber Ayano empfand dem genauso. Seine Worte verstärkten dies noch. Er schien es nicht so zu sehen, aber Ayano. Sie wollte Konoha auch beschützen, auch wenn das Dorf sie hasste. Sie wollte unbedingt die Anerkennung haben, die sie verdiente. Sie wollte unbedingt stärker werden. Sie musste alle übertrumpfen, um zu zeigen, dass sie nicht wertlos war. "Ist sie etwa auch so hübsch und umwerfend wie ich?", fügte sie dann lachend an. Die Situation wurde ihr zu ernst. Das führte meist dazu, dass man Dinge ausplauderte, über die man nicht sprechen wollte. Und genau das musste Ayano verhindern.
Die Wüste begann, sie zu umgeben. Ayano schaute sich um. So weit das Auge reichte Sand. Nicht gerade die liebte Umgebung, aber es war schön warm. Sie fror schon lange nicht mehr und wedelte sich nun mit der Hand etwas Luft ins Gesicht.
"Tue ich, Boss", meinte sie dann. Sie hielt die Augen offen. Bis zu ihrem Ziel war es gewiss nicht mehr weit.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jul 06, 2016 9:55 pm







7/14 Der Drogenboss
Früher besaß der Uchiha eine gänzlich andere Einstellung. Mittlerweile besaß der Uchiha ein größeres Vertrauen in die Menschheit. Nicht in die gesamte Menschheit, doch in seine Kameraden und vorallem in Ayano. Und was tat er? Wissentlich missbtrauchte der Mann das Vertrauen der Uzumaki. Er tat der Frau, die er liebte, nur ungerne weh, doch die ANBU ließen ihm keine andere Wahl. Er hatte klare Anweisungen. Mit einem leichten Kopfschüttel verdrang er all die Gedanken und konzentrierte sich auf die anstehende Mission. Ayano, auch wenn er sie liebte, durfte NICHTS von seinem Doppelleben wissen. Womöglich bekam er irgendwann die Erlaubnis der Uzumaki etwas von seinem Leben als ANBU zu berichten, doch noch hatte er ganz klare Anweisungen. Die Schuld, die der Uchiha dabei empfand, zerfraß ihn innerlich und quälte ihn. War er aus diesem Grund ein schlechter ANBU?
"Wie wäre es, wenn du einfach mehr Vertrauen in deine Kameraden hättest?" In seinem Gesich tat sich keine einzige Regung. Gleichermaßen bemühte sich Ryouma um eine monotone Stimmenlage. Er durfte nicht aus seiner Rollen fallen, denn dann wüsste die Uzumaki mit Sicherheit, dass er nicht Ryouma war, sondern Akira. Und wer war Akira? Der Mann, in den sich die Uzumaki verliebte - ein sarkastischer Mistkerl und ein Mörder. Fast verquatschte sich der Uchiha, doch glaubte er, dass er sich geschickt aus der Affäre zog. Aber nicht mit Ayano! Natürlich wusste Ryouma, dass sie nicht diese naive junge Frau war, die sie vorgab zu sein. "Ich hätte vorsichtiger sein sollten" Was für ein stümpferhafter Anfängerfehler.
Innerlich schlug er sich die Hand gegen die Stirn. Aus dem Augenwinkel heraus beobachtete er Ayano, wie sie ihre Augen verengte. Schöpfte sich womöglich einen Verdacht? Oder wusste sie bereits, dass Ryouma der sarkastische Mistkerl war? Ryouma ließ sich nicht anmerken, sondern achtete weiterhin auf den Weg, der sie nach Kaze no Kuni führte. An seinen Schläfen verrieten aber kleine Schweißperlen die Anspannung des Mannes. Wenn sie wusste, wer er war, dann hätte der Mann ganz andere Probleme. Der Drogenboss wäre dann das kleinste Übel!
Mit einem unnahbaren Lächeln überspielte der Uchiha gekonnt die gesamte Situation, so wie er es tat, wenn er in der Rolle von Akira war. Selbstverständlich erkannte der Mann die Sekepsis der Frau. Er befand sich nun in einer gefährlichen Situation. "Ich habe mir Informationen über dich geholt.", entgegnete er. "Reine Intuition, dass ich glaubte, dass dein Weg dich nach Kaze no Kuni führte." Allerdings hatte auch er eine Frage, die das Thema wieder in eine andere Richtung lenkte: "Und woher rührt deine Skepsis?" Nun verengten sich die Augen des Mannes zu kleinen Schlitzen. Ha! Damit rechnete Ayano bestimmt nicht!
"Ja, in der Tat." Seine Lippen bildeten ein feines, schon fast glückliches Lächeln. Allerdings verbarg er sein Lächeln, so gut es ging, unter seinem langen Mantel. Ryouma konnte einfach in der Gegenwart der Uzumaki nicht anders. Sie verleitete ihn zu einem solchen Lächeln. "Sie ist .. die schönste und schlauste Frau, der ich in meinem Leben begenet mit. Eigentlich verdiene ich sie gar nicht." Immerhin belog er die Frau, die er liebte, für die er alles tun würde. Seiner Kehle wich ein tiefes Seufzen. In diesem Augenblick fühlte er sich in der Pflicht der Uzumaki die Wahrheit über sein Leben zu erzählen. Dann kam ihm aber wieder die Mission in den Sinn. Was für eine beschissene Situation. "Ich habe einige Fehler in meinem Leben gemacht und ich weiß nicht wie sie reagiert, wenn sie die Wahrheit kennt."
Der Uchiha nickte der Frau nur zu. Er selber aktivierte nun sein Sharingan, um einen besseren Überblick über die Wüste zu haben. Irgendwo in der weiten Wüste von Kaze no Kuni lag das Versteck des Drogenbosses. Leider kannte Akira nicht die genaue Position des Verstecks und so wurde die Suche nach seinem Versteckt zum großen Rätselraten. Es war wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Allerdings hatte er durch sein Sharingan ein gewaltigen Vorteil. Er erkannte Chakrasignaturen. Und in einiger Ferne erkannte er sogar einige unbekannte Chakren! "Da hinten." Ryouma deutete in die Richtung, aus der die unbekannten Chakrasignaturen kamen. In dieser Richtung lag wohl das Versteck des Mannes.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jul 06, 2016 10:20 pm




Der Drogenboss [8|14]
Ayano x Ryouma
Mehr Vertrauen in ihre Kameraden? Sofort schüttelte Ayano den Kopf. "Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf", sagte sie und sah den Mann an. Mehr kam nicht von ihr. Das war Ayanos gesamter Standpunkt. Es brauchte nicht mehr. Wenn Ryouma auch nur Ansatzweise über sie Bescheid wusste, sollte ihm klar sein, warum sie so dachte. Dass es nicht verwunderlich war, immerhin hatte die Menschheit sie immer wieder enttäuscht und mit Füßen getreten. Ayano wollte so etwas nie wieder zulassen.
Denn Informationen hatte Ryouma über sie eingeholt, wie er dann sagte. Er schien wirklich über sie Bescheid zu wissen. Vor allem über ihren Orientierungssinn. Der, der nicht vorhanden war. Und dass es nach Kaze no Kuni damals für sie ging – Ayano wäre sogar fast mal in Mizu no Kuni gelandet – schien er nur erraten zu haben. Dann aber erkundigte er sich nach ihrer Skepsis, die sie offen gezeigt hatte.
"Woher sie rührt?", wiederholte sie und wandte nun den Blick ab. Und sie nahm einen Schritt Abstand von dem Mann. "Es gibt immer komische Kautze, die Mädchen nachstellen", meinte sie dann, ehe sie mit einem unschuldigen Lächeln zu ihm schaute. "Aber du bist ein Jounin, da ist das bestimmt nicht verwerflich, wenn man sich über seine Partner informiert." Ayano blinzelte. Irgendwie klang das so, als wäre sein Rang nur eine Tarnung für perverse Machenschaften. Sofort hob sie wedelnd die Arme. "Ich mein das nicht so, wie das gerade klang. Wirklich nicht." Das Genie Ayano. Wie sie leibt und lebt.
Das Thema wandte sich jedoch der Frau zu, von der Ryouma gesprochen hatte. Er schien sich der Genin nun doch etwas zu öffnen. Er sprach von ihr und den Sorgen, die er hatte. Dass er sie gar nicht verdiente und dass er sie wohl belog. Es überraschte Ayano etwas, dass er sich ihr nun anvertraute, doch sie harkte nicht nach. Sie hatte nicht mit dem Thema angefangen, also konnte er keine Gegeninformationen verlangen.
Aber sie hatte einen Standpunkt. "Lügen sind nie etwas Gutes", meinte sie deswegen ehrlich. "Es gibt nicht viele Menschen, die mir etwas bedeuten, aber wenn einer von ihnen mich immer belogen hätte, würde für mich die Welt zusammenbrechen, denke ich." Sie wusste gar nicht, mit wem sie sprach. Ayano wusste nicht, dass sie Ryouma gerade wohl das Leben sehr viel schwerer machen könnte. Wie sollte er ihr jemals die Wahrheit sagen können, wenn sie ihm direkt sagte, dass es ihr mehr als nur etwas wehtun würde? Musste diese Lüge immer weiterbestehen? "Und ob du sie verdienst oder nicht ist egal. Wenn du der Meinung bist, dass dem so ist, dann kümmere dich darum, dass sich etwas ändert." Sie schaute zu ihm auf und lächelte. Sein Gesicht aber konnte sie wegen seiner Kapuze kaum sehen. "Sorge dafür, dass du sie verdient hast." Immerhin arbeitete Ayano auch an ihrem Ruf. Sie wollte es verdienen, dass man sie anerkannte. Sie wollte ein gutes Ansehen in ihrem Clan erarbeiten. Sie wollte Chuunin werden. Sie wollte die Frau werden, die Akira an seiner Seite verdient hatte. Keine lächerliche Genin.
Der Mann schien aber etwas entdeckt zu haben. Das Versteck, welches sie suchten? Fragend schaute sie den Uchiha an. "Wie gehen wir vor? Du bist immerhin der Boss." Sie brauchte sich also keinen Plan zurechtlegen. Aber irgendwie beschlich sie das Gefühl, dass Ryouma das alles alleine regeln wollte. Bestimmt unterschätzte er Ayano und hielt sie für eine Last. Sie war ja nur eine Genin. Sie war wohl nicht mehr als Dekoration.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jul 06, 2016 10:50 pm







8/14 Der Drogenboss
Ryouma kannte das Vertrauensproblem der Uzumaki. Hintergangen von einem Menschen, den sie sehr gerne hatte, verlor sie das Vertrauen in die Menschheit. Und Ryoumas Vertrauensprobleme? Sie rührten aus Erfahrungen in der Vergangenheit. "Du bist eine junge Frau .. woher kommt diese Einstellung?" Natürlich spielte der Uchiha den Unwissenden. Ihm bleib keine andere Wahl. Allerdings bezweifelte Ryouma, dass er eine klare Antwort von der Frau mit den Vertrauensproblemen erhielt. Ein Wunder, dass sie sich einem vermeindlichen Mörder und Dieb anvertraute.
Es war immer die selbe Vorgehensweise. Vor JEDER Mission besorgte sich der Uchiha einige Details über seine Missionspartner, außer jene, die aus seinen Reihen stammten. Er kannte die Stärken und Schwächen seiner Miststreiter bei den ANBU, von ihnen benötigte er keine Informationen. Genausowenig brauchte er Details über Ayano. Er kannte die Stärken und Schwächen der Frau. Eigentlich wusste er alles über die Uzumaki.
Immer wieder gab es einige Idioten - Stalker - die einer unschuldigen Frau nachstellten. Meistens waren Gefühle ein Grund für eine solche Tat. Allerdings wusste der Uchiha, dass die Uzumaki keinen Stalker hatte. Er, der sie liebte, war ihr Schatten und folgte ihre jeden Tag auf Schritt und Tritt. Jeden Tag war er um Sorge um Ayano. Es verging kein einziger Tag, an der er sich keine Sorgen um die Frau machte. Irgendwann brachte ihn diese Sorge noch ins Grab. "Schon gut. Ich weiß wie du es meinst." Wieder trug Ryouma ein friedliches Lächeln auf seinen blassen Lippen. Gerade, in diesem Augenblick, sehnte er sich so sehr nach seiner Ayano. Er hätte es besser wissen müssen. Warum nahm er eine solche Mission an? So oder so, er wäre der Uzumaki auf dieser Mission gefolgt, um sie vor den möglichen Gefahren zu schützen. Fast schon wie ein Stalker. Allerdings verfolgte der Mann, im Gegensatz zu einem Stalker, nur gute Absichten.
Plötzlich öffnete sich der Uchiha der jungen Frau. Ein weiterer Fehler in seiner Taktik, doch selbst als ANBU war der Uchiha kein perfekter Shinobi. Gefühle, insbesondere die Liebe, war ein solch starkes Gefühl, dass selbst ein gefühlskalter Mensch keine Chance dagegen hatte. So nannte er ihr die Sorgen, die wie eine schwere Last auf seinen Schultern ruhten. Für einen kurzen Augenblick, nach ihren Worten, erstarrte der Ausdruck im Gesicht des Uchiha. Dann legte sich ein betrübter Ausdruck auf seine sonst kalte Mine. "Würdest du .. würdest du einem solchen Mann noch eine Chance geben?" Kurz schloss er seine Augen. "Alles was ich tue, tue ich nur zu ihrer eigenen Sicherheit. Bin ich deßhalb ein egoistischer Mensch?" Wieder schüttelte er sein Kopf und befreite sich von seinen Gedanken. "Entschuldige ... ich sollte dich nicht mit meinen Problemen belasten." Etwas ändern? WAS sollte der Uchiha in seinem Leben ändern? Gab es vielleicht eine andere Wahl? Konnte er ihr vielleicht ungestraft die Wahrheit erzählten? Nach der Mission musste er sich mit seinem Vorgesetzten über die ganze Situation unterhalten. Normalerweise unterstanden die ANBU direkt dem Hokagen, doch dieser ließ sein Leben. Sicherlich hätte der Hokage einen guten Rat für Ryouma. "Ich werde alles für sie tun .." Noch nie in seinem Leben überkam den Mann eine solche Unsicherheit. Was war, wenn er durch seine Lüge Ayano verlor?
Wenigstens erreichten sich bald den Unterschlupf des Drogenbarons. "Wir warten auf den Einbruch der Nacht." Hinter einer kleinen Düne legte sich der Schwarzhaarige auf den Rücken und sah in den Himmel. Nachdenklich. Bedrückt. Er hatte Angst vor der Zukunft. Er wollte einfach kein Leben ohne Ayano. "Ruhe dich aus." Kurz hob er seinen Kopf und nahm die Kaputze von seinem Kopf. Nun konnte auch die Uzumaki seinen Gesichtsausdruck erkennen.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Mi Jul 06, 2016 11:10 pm




Der Drogenboss [9|14]
Ayano x Ryouma
Ayano hatte es zu weit getrieben. Sie hätte lügen sollen. Von Anfang an einfach das Bild präsentieren müssen, welches man von ihr erwartete. Eine Genin, welche allen blind traute und niemals die Hoffnung in ihren Kameraden verlor. Aber sie hatte den Fehler gemacht, ehrlich zu sein. Hatte einen Teil ihrer Selbst offenbart und dafür wurde sie jetzt bestraft.
Sie schluckte. In den Akten stand der Vorfall mit Riku. Darin stand auch, dass ihre Eltern sie verlassen hatten. Aber nichts von dem Verhalten ihres Sensei oder ihrer damaligen besten Freundin war zu finden. Nichts davon, dass ihre Tante auf Reisen gegangen war, als Ayano sie gebraucht hatte – nach Akiras Tod. Nichts davon. Es war für einige vielleicht unverständlich, dass Ayano solche Probleme mit Vertrauen hatte, wenn man nicht die ganze Geschichte kannte. Und die kannte nur Akira. Nur er.
"Erfahrungen", meinte sie. "Enttäuschungen." Es sollte offensichtlich sein, dass sie nicht darüber sprechen wollte. Hoffentlich verstand Ryouma das. Die Genin wollte nicht weiter ausgequetscht werden. Sie wollte nicht weiter über dieses Thema sprechen. Es machte ihr zu sehr zu schaffen. Es verletzte sie regelrecht, auch wenn sie das zu überspielen wusste.
Ryouma schien ihre Worte nicht in den falschen Hals bekommen zu haben. Das war gut. Ayano wollte nicht, dass während der Mission böses Blut herrschte. Sie musste erfolgreich sein. Sie hoffte, dass sie das hier gut zum Abschluss bringen konnte. Das wäre gut für die Genin, welche dadurch nicht nur ihre Geldbörse aufbessern konnte, sondern auch ihr Ansehen könnte steigen. Eine Genin auf einer B-Rang Mission. Das war doch schon mal etwas.
"Ich?", fragte sie und deutete mit dem Finger auf sich. Sie begann zu überlegen. Was, wenn Akira sie die ganze Zeit belogen hätte. Was, wenn alles, was sie verband, eigentlich eine Lüge war. Sie konnte sich nicht ausmalen, welche Lüge er ihr aufgetischt hätte. Am schlimmsten wäre es für sie, wenn er sie wohl nie geliebt hätte. Wenn er sie nur benutzt hätte, um seine Ziele zu erreichen. Das würde der Genin wohl den Rest geben. Fast so schlimm wäre es wohl, wenn er ihr ständig etwas vorgemacht hätte. Seine Art nur ein Schauspiel war oder seine gesamte Geschichte erlogen war. Wenn er vielleicht gar kein Nukenin gewesen ist, sondern wirklich noch Kirinin. Dann hätte er sie wohl auch benutzt, um an Informationen von Konoha zu kommen. Das glaubte sie aber nicht. Immerhin hatte sein Dorf ihn gejagt und getötet. Vor ihren Augen. "Nein, ist schon gut", meinte sie und machte eine wegwerfende Bewegung. Scheinbar war diese Frau, von der Ryouma sprach, ihm sehr wichtig. Das berührte Ayano, denn in diesem Moment erinnerte der Mann sie an Akira. Daran, dass er auch Ayano so sehr liebte, dass er so vieles für sie tun würde. Er war für sie gestorben. "Ich weiß nicht, ob ich so einem Menschen noch eine Chance geben würde. Du hast gemerkt, dass ich nicht viel Vertrauen habe. Sollte ich mich herablassen und doch jemanden in mein Herz lassen, würde das wohl verhindern, dass ich jemals wieder jemanden vertrauen könnte." Sie sprach rhetorisch, weil es Akira ja angeblich nicht in ihrem Leben gab. Ihre Beziehung musste geheim bleiben. Er war ein Nukenin. Es würde sie beide gefährden. "Egoistisch vielleicht nicht", fuhr sie dann fort und schaute zu ihm auf, aber wieder verbarg die Kapuze sein Gesicht. "Aber feige. Sie hat die Wahrheit verdient, immerhin sollte man eine Beziehung nicht auf einer Lüge errichten. Dann sind nämlich im Endeffekt alle Gefühle, die sie für dich hatte, nicht real gewesen." Genau Ayano, gib ihm doch noch den Rest. Du solltest am besten wirklich niemals erfahren, mit wem du gerade redest.
Sie machten eine Pause. Wollten bis zur Dunkelheit warten. Ryouma legte sich in den Sand und starrte in den Himmel. Mit angemessenen Abstand setzte sich Ayano auch hin. Der Mann nahm nun den Stoff von seinem Gesicht und Ayano sah den Ausdruck in seinem Gesicht. Sie erschrak fast schon. Blinzelte. "Sie ist dir wirklich wichtig", stellte sie fest. Sein sonst kühles und beherrschtes Gesicht war von Kummer zerrissen. Es war traurig. Wirklich traurig. Ayano schämte sich jetzt schon fast für ihre Worte. Und deshalb log sie. Weil es niemanden traurig machte, wenn sie es richtig anstellte. Weder sich noch andere.

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jul 07, 2016 2:12 pm







9/14 Der Drogenboss
Was dachte sich Ryouma dabei? Als vertraute sich die Uzumaki einer fremden Person an. Der Uchiha war aber alles andere als eine fremde Person, doch die Uzumaki durchschaute seine Maskerade nicht. Sollte sie auch nicht - noch nicht - doch eines Tages würde der Uchiha der Uzumaki die ganze Wahrheit sagen. Dann würde er ihr ohne Lügen und Ausflüchte seine gesamte Geschichte erzählen. Von seinem Leben in Kirigakure, seiner Flucht aus seinem Heimatdorf und seinem neuen Leben in Konohagakure. Allerdings hegte er immer weitere Zweifel, dass er dazu eine Chance bekam. Was, wenn die Frau ihm all seine Fehler - seine Lügen - nicht verzeihte und er am Ende wieder ein einsames Leben führte? "Das ist wohl das Schicksal eines ANBU", dachte er und sah kurz zum Himmel empor. "Vielleicht soll es so sein. Vielleicht ist es sogar besser so." Aus dem Augenwinkel heraus musterte er die Uzumaki. "Nein, so darf es nicht sein." Er würde ALLES daran setzen, dass sie ihm seine Fehler verzeihte, selbst wenn er dafür etwas wirklich dummes tun musste.
"Enttäuschungen? Du meinst den Vorfall mit deinem ehmaligen Teamkameraden?" Für Ayano war dies ein ganz großes Tabuthema. Es war schon ein großes Wunder, dass sie Akira - einem vermeindlichen Mörder - von ihrer Vergangenheit und all den Schattenseiten berichtete. "Entschuldige. Vielleicht ein falscher Zeitpunkt für ein solches Thema." So gesehen war jeder erdenkliche Zeitpunkt der falsche Zeitpunkt für jenes sensibles Thema. "Ich wollte dich nicht verletzen." Ein einfühlsames Lächeln schmeichelte schließlich seinen sonst harten Zügen. Wohl oder übel kannte sie ein solches Lächeln bereits von Akira. Für einen kurzen Augenblick fiel Ryouma aus seiner Rolle und übernahm die Rolle des besorgten Freundes. "NICHT schwach werden, Ryouma." Während einer Mission durfte der Mann einfach keine Schwäche zeigen, auch wenn es in der Gegenwart von der Frau, die er liebte, eine mehr als nur schwere Aufgabe war. "Konzentrierten wir uns einfach auf die Mission."
So einfach gestaltete sich die Sache mit der Konzentration aber nicht! Er sah, wie sehr sie nachdachte. Allerdings widmete sich der Uchiha dann wieder dem Weg. Er machte es sich so unsagbar schwer, indem er ihr weitere Fragen stellte. Ayano war für den Mann das wichtigste auf der Welt. Nichts war von größerer Bedeutung. Für sie gab er alles auf, was er hatte, wenn es sein musste. Plötzlich verharrte der Uchiha in seiner Bewegung. Plötzlich empfand er einen solchen Hass für seine eigene Person, für seine Art. In diesem Augenblick standen all seine Muskeln unter einer solchen Spannung, dass ein unkontrolliertes Zittern durch seinen gesamten Körper fuhr. "Würdest du .. nicht?" Warum um alles auf der Welt schlug er ein solches Thema vor? "Auch .. auch wenn du alles für ihn wärst? Wenn er sich ein Leben ohne dich nicht mehr vorstellen könnte?" Er steckte seine Hände in die Hosentasche und sah bedrückt zum Himmel empor. Die Wolken schoben sich vor die Sonne - ein Sinnbild seiner Stimmung. Er wollte ihr jetzt die ganze Wahrheit erzählen und so drehte er sich zu Ayano herum. Sein Blick lag noch immer in den Wolken. "Kann ich dir etwas wichtiges anvertrauen, Pri - .. ich meine .. Ayano?" Ryouma war schon lange nicht mehr der Herr über die Lage. Er verlor gegen seine Gefühle für die Frau.
Hinter einer Düne legten sie schließlich eine Pause ein. Die Hände verschränkte er hinter seinem Kopf und sah beobachtete mit bedrückter und nachdenklicher Mine die vorbeiziehenden Wolken. "Sie ist für mich das Wichtigste auf der Welt, aber .. ich glaube ich verliere sie." Immer wieder versuchte er ein Lächeln über seine Lippen gleiten zu lassen, doch verwandelte es sich immer wieder schnell in einen traurigen Gesichtszug. "Lass dich nicht aus der Ruhe bringen .." So schloss er seine Augen und dachte über Ayanos Worte nach. Vielleicht sollte er ihr wirklich die ganze Wahrheit erzählen. Dann war es raus!

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jul 07, 2016 3:06 pm




Der Drogenboss [10|14]
Ayano x Ryouma
Scharf blickte Ayano den Uchiha an. Er schien nicht bemerkt zu haben, dass dies nichts war, worüber sie sprechen wollte. Allein seine Frage riss wieder ein Loch in ihre Brust. Es war nicht die Tatsache, dass Riku ihre erste Liebe gewesen ist, die ihr so wehtat, sondern der Verrat an sich. Dass sie sich jemandem vertraut hatte, nachdem ihre Eltern sie verließen und sie so bitter enttäuscht wurde. Manchmal wusste Ayano nicht, ob sie wütend auf alle anderen war oder auf sich, da sie immerhin diesen Fehler gemacht hatte.
"Ja", meinte sie nur. "Das ist der falsche Zeitpunkt." Gegenüber Ryouma gäbe es niemals einen Zeitpunkt, darüber zu sprechen. Ihre Wege würden sich gewiss nicht mehr kreuzen. Ayano war selten mit jemanden zweimal auf Mission. Wahrscheinlich beschwerten sich alle, dass sie immer zu spät kam und wollten nicht noch ein mal unnötig lange warten. Ryouma wäre bestimmt einer von ihnen. Zudem war er ein Fremder. Niemals würde sie mit ihm weiter über persönliche Dinge sprechen. Was Ayano bis jetzt von sich gezeigt hatte, war genug.
Als er anfügte, dass er sie nicht verletzen wollte, schaute Ayano auf. Auch wenn sie den größten Teil seines Gesichts nicht sehen konnte, sah sie seine Lippen. Sah das Lächeln. Sofort wandte sie den Blick ab. Sie kannte dieses Lächeln. Sie vermisste Akira. Aber war es schon so schlimm, dass sie ihn im Gesicht einer fremden Person erkannte? Nach seinem Tod hatte sie ihn auch überall gesehen. Aber das war ihr noch nie passiert. Das war nun schon der zweite Moment, bei dem Ryouma Akira ähnelte. Erst das mit dem Verlaufen und nun dies.
"Das sollten wir", antwortete sie. Konzentration. Das war besser. Ayano konnte es sich nicht leisten, sich jetzt Fehler zu erlaubten. Sie musste die Mission gut abschließen. Wenn sie versagte, gab es kein Geld. Kein Ansehen. Nur Ärger. Und man würde weiterhin auf sie herabschauen. Das wollte sie nicht.
Als sie gesprochen hatte und ihre Meinung Kund tat, verharrte der Mann. Er schien sich ihre Worte zu Herzen zu nehmen. Einen Moment starrte Ayano ihn an. Es tat ihr leid, dass sie so harsch gesprochen hatte. Sie konnte Ryouma nicht ganz einschätzen. Aber diese Frau war ihm wohl sehr wichtig.
Je mehr er von sich gab, desto unwohler wurde Ayano sich. Rhetorisch war es einfach, darüber zu sprechen. Aber so wie Ryouma sich ausdrückte, fühlte sie sich langsam wirklich in diese Position geschoben, über die sie sprachen. Und das bereitete ihr Sorgen.
Einige Sekunden schaute sie bedrückt zu Boden. Sie schluckte. Dann sah sie wieder auf. "Es wäre sehr schwer, das verlorene Vertrauen wieder aufzubauen. Ich weiß nicht, ob ich so jemanden verzeihen könnte", meinte sie dann, zuckte aber sofort mit den Schultern. "Aber ich bin nicht deine Freundin oder was auch immer sie ist. Ich glaube kaum, dass ich mich in sie hineinversetzen kann." Sie wollte nicht weiter über dieses Thema sprechen. Ayano fühlte sich ungewöhnlich schrecklich dabei.
Doch dann leistete sich Ryouma einen Fehler. Er wollte ihr etwas anvertrauen. Doch statt ihren Namen zu sagen, schien er zunächst ein anderes Wort von sich geben zu wollen. Er brach ab, korrigierte sich aber dann.
Prinzessin.
Für einen Moment stand die Welt um Ayano herum still. Dies war nun das dritte Mal, dass Ryouma sie an Akira erinnerte. Das dritte Mal. Und dieses gesamte Gespräch. Ein bitterer Verdacht kam in ihr auf. Ein unglaublich schrecklicher Gedanke vergiftete ihr Gemüt. Was, wenn das … Nein. Das durfte nicht sein. Ryouma musste Ryouma sein. Er durfte nicht er sein. Auf keinen Fall.
Sie versuchte, sich nicht anmerken zu lassen. "Natürlich", meinte sie dann auf die Frage hin und wirkte gelassen und unschuldig. Was wollte er ihr anvertrauen?
Sie machten eine Pause. Ryouma legte sich auf den Sand und Ayano setzte sich nieder. Wieder ging es um das Mädchen. Wieder kam Ayano nicht um den Gedanken umhin, dass Ryouma Akira sein könnte.
Aber das würde bedeuten, dass er sie belogen hatte. Genauso, wie sie eben besprochen hatte. Das würde bedeuten, dass Akira nicht existiert hätte. Dass er Konohanin war. Dass Ayano sich umsonst Sorgen gemacht hatte. Dass sie umsonst mit dem Gedanken gespielt hatte, Konoha zu verlassen, um bei ihm zu sein. Deswegen hatte er dann auch immer gesagt, sie sollte es nicht tun.
Es bedeutete, dass Ayano ein weiteres Mal hintergangen wurde. Dass sie schon wieder jemandem vertraut hatte, der es nicht zu schätzen wusste. Aber wieso sollte Akira sie belogen haben? Wieso dies alles? Das ergab doch keinen Sinn. Ayano konnte sich nicht vorstellen, warum der Uchiha das täte. Aber sie groß war schon die Wahrscheinlichkeit, dass sie einen Uchiha kennen lernte, der sie so sehr an Akira erinnerte? Es war schon großer Zufall, dass es zwei Uchiha in ihrem Umkreis gab. Akira und Ryouma. Dass er von dem Ausmaß ihrer Orientierungslosigkeit wusste, konnte sie noch nachvollziehen und logisch erklären. Aber dieses Lächeln? Die Tatsache, dass er sie Prinzessin nennen wollte? Er war eindeutig bedrückt. Weil sie gesagt hatte, wie sie reagieren würde. Wenn dies Akira war, ihr Akira, dann hätte sie ihm gerade allen Grund gegeben, weiter zu lügen. Ihr niemals die Wahrheit zu sagen. Weil er nun wusste, sie sehr es sie fertig machen würde. Und allein schon der Gedanke, dass ihre Befürchtungen wahr sein könnten, machten ihr zu schaffen.
Sie empfand plötzlich große Angst und Wut. Sie hoffte, dass dies alles nur Einbildung war. Dass sie sich das ausmalte. Dass sie etwas falsch verstanden hatte. Ryouma musste Ryouma bleiben. Er war nicht Akira. Und Akira war nicht er. Es durfte nicht so weit kommen. Die Genin könnte es nicht ertragen, jemanden vertraut zu haben, der dieses Vertrauen mit Händen und Füßen getreten hatte. Von Anfang an.
Nein. Das war es nicht. Nicht, dass Akira ihr Vertrauen missbraucht hatte. Er hatte sie bei ihrem ersten Treffen gewarnt. Er hatte sie immer beschützt. Das war es nicht. Das war nicht der Grund, wieso sie so verletzt wäre. Es war die Tatsache, dass sie einen Lügner liebte. Eine Lüge in ihr Herz gelassen hatte. Gab es den Mann überhaupt, nach dem sie sich so sehnte? All ihre gemeinsamen Erinnerungen und all die Sorgen, die Ayano hatte, waren falsch. Sie waren geschehen, aber sie sah dies nun unter einem anderen Licht. Wenn es Akira nicht gab, dann gab es auch kein Akira und Ayano. Dann hab es nur Ayano und ein Haufen Scherben, der einst ihr Herz gewesen ist.
Sie sah den Mann an, welcher in die Wolken blickte. Die Uzumaki atmete tief durch. Dann öffnete sie ihren Mund und hob ihre Stimme.
"Akira?"

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jul 07, 2016 4:00 pm







10/14 Der Drogenboss
Ryouma kannte die Geschichte der Uzumaki. Eine Geschichte über Liebe und Verrat. Mit seiner Frage riss er alte Wunden auf - Narben, die längst verheilt sein sollten. Akira war der Frau immer eine Stütze gewesen, doch als Ryouma war er der Uzumaki keine große Hilfe. Mühsam bezwang der Uchiha die Schuld, die sich im Inneren seines Körpers regte wie ein hinterlistiges Wesen. Allerdings blieb der Mann so in der Rolle von Ryouma. Als Ryouma - auf dieser Mission - konnte er Ayano keine Unterstützung sein. Sie bekämen ganz andere Probleme. Alle Entscheidungen die der Uchiha während der Mission traf beinflussten die Mission. Er durfte sich nicht als sorgender Freund geben, der er war, sondern als kaltblütiger ANBU. Kurz dachte er an seine Ausbildung bei den ANBU.
Sie lehrte Ryouma, dass er nur Vertrauen in seine Kameraden bei den ANBU haben sollte. Außerdem brachten sie dem Mann bei, wie er seine Gefühlte unter Kontrolle hielt. Doch dazu gehörte auch ein Ausrüsrungsgegenstand der ANBU - das bedeutendste Merkmal -, ihre Maske, die nicht nur ein Schutz ihrer Identität war, sondern auch ihre wahren Gefühle verbarg. Als Jonin nahm der Mann seine Maske nicht mit auf die Missionen. Und so verlor er mehr und mehr die Kontrolle über seine Gefühle. Immer wieder entglitten ihm seine Gesichtszüge zu einem fast einfühlsamen Lächeln. Er hatte es nicht mehr unter Kontrolle - es lag an der Anwesenheit von Ayano. In ihrer Gegenwart war der ANBU ein anderer Mensch, denn dann war er ein Mensch, der Gefühle hatte. Selbst die beste und härteste Ausbildung auf dieser Welt vermochte jene Gefühle, die er für die Frau hatte, nicht unter Schach halten.
Das Gespräch über seine vermeindliche Liebe, die Ayano war, verschlechterte seine gesamte Situation. Ihre Worte verletzten den Mann und bereiteten ihm Angst und Sorgen. Er wollte keine Zukunft ohne Ayano. Doch wenn sie nach der Lüge kein Vertrauen mehr in den ANBU hatte, dann gab es kein Ryouma und Ayano. Und so wirklich glaubte der Uchiha nicht mehr an eine gemeinsame Zukunft, immerhin liebte die Frau nicht Ryouma, sondern Akira - eine ausgedachte Figur.
Bedrückt sah der Uchiha in den Himmel. Ihre Worte bereiteten dem Mann mehr Schmerzen, als es irgendein Jutsu konnte. Es war alles seine Schuld! Er hätte ihr von Anfang an die Wahrheit sagen müssen. Was ist schon eine Mission, wenn man dafür den Menschen verliert, der für einen ALLES auf der Welt ist. Sie hat keine Bedeutung.
"Ich verstehe .."[/b] Wenn Ayano irgendwann die bittere Wahrheit erfuhr, dann wäre dies das vermeindliche Ende. Doch der Schwarzhaarige würde alles dafür geben, dass sie bei ihm blieb. Zwar beruhte ihre Liebe auf einer Lüge, doch Ryouma würde um die Frau kämpfen und alles tun, damit sie bei ihm blieb.
Dann leistete sich der Uchiha einen groben Fehler. Fast nannte er die Frau bei ihrem Kosenamen - Prinzessin - doch rettete sich im allerletzen Moment. Selbstverständlich schürte sich nun einen noch dringender Verdacht, dass Ryouma in Wirklich ihr Akira war.
"Ich .." Er wusste nicht, was er sagen sollte. Wie sagte man einem Menschen, den man liebte, dass ihre ganze Liebe auf einer Lüge basierte? Nicht die einfachste Aufgabe. "Ayano, ich weiß nicht wie ich es sagen soll, aber .." Er nahm seinen Blick von den Wolken und sah der Uzumaki in ihre Augen. "Ich kann es nicht." Betrübt nahm er den Blick von ihren Augen und sah auf den Boden. Dann kehrte er der Frau den Rücken zu. "Vergiss es .." Jetzt stand er da wie ein Trottel! Erst die große Ankündigung und dann nichts als heiße Luft!
Könnte der Uchiha doch nur in ihren Kopf sehen. Er dachte zurück an ihre gemeinsame Anfangszeit. Einmal sagte sie, er sei ein gute Hellseher, doch alles was er war, war ein Lügner. Und nun besaß er nicht das nötige Rückgrat um ihr die Wahrheit über sein Leben zu erzählen. Vielleicht verlor er durch diese Lüge ALLES.
Die ganze Zeit, als er in die Wolken sah, dachte der Mann an ihre gemeinsame Zeit. Ihre Flucht nach dem Anschlag, dem Liebesgeständnis und an seinen Tod. Sein Tod - die einzige Sache, die keine Lüge war. Tatsächlich verlor er sein Leben im Kampf. Allerdings kehrte er zu der Uzumaki zurück und das .. das war ihre bisherige Geschichte. Filmreif. Allerdings war diese Geschichte noch lange nicht zu Ende, sondern erreichte in diesen Augenblicken ihren Höhepunkt. Was sollte er tun, wenn die Rothaarige ihm tatsächlich auf die Schliche kam? Es gab genügend Indizien, dass Ryouma der Mann war, in den sich Ayano verliebte. Sollte er weiterhin diese Lüge leben oder ihr dann die Wahrheit sagen? Zwar brachte er Ayano damit in Gefahr, doch so lange er an ihrer Seite war, würde Ayano nichts passieren.
Und dann, dann kam der Zeitpunkt, vor dem er die ganze Zeit Angst hatte. Sie sagte seinen "Namen" - Akira. Die Angst durchzuckte seinen Körper wie einen Blitz. Sie lähmte seinen Körper und nahm ihm für einen Augenblick die Luft. "Ich .." Zitternd erhob der Uchiha seinen Körper. Ein bedrückter, gleichermaßen beschähmender Ausdruck lag auf der Mine des sonst bitterkalten Mannes. Mit langsamen Schritten bewegte er sich auf Ayano zu. "Verzeih mir, .. Prinzessin." Dann löste der Uchiha das Henge no Jutsu auf. Eine kleine Rauchwolke nahm vernerbelte die Sicht auf Ryouma, doch bereits an seiner Silhouette musste die Uzumaki erkennen, dass es ihr Akira war.
Schnell verzogen sich die Rauchschwaden.
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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jul 07, 2016 6:34 pm




Der Drogenboss [11|14]
Ayano x Ryouma
Was auch immer er ihr anvertrauen wollte, der Mann schien es doch lassen zu wollen. Er brach das Thema ab, so dass Ayano ihn nur mit hochgezogener Augenbraue ansah, was ihre eigene Unsicherheit verbarg. Sie wusste noch immer nicht, was sie davon halten sollte. Ein Verdacht war in ihr aufgekommen. Ein Verdacht, den sie auf keinen Fall bestätigt sehen wollte. Wenn das geschah, bräche ihre Welt zusammen. Das könnte Ayano nicht ertragen. Die Wahrheit, die sie sich ausmalte, sollte ein Irrtum sein.
Sie zuckte deshalb nur mit den Schultern, als er meinte, sie solle es vergessen. Verbarg sich hinter ihrer Fassade. Ließ ihre Unsicherheit nicht durchschimmern. Ryouma sollte davon nichts sehen. Falls sie sich doch irrte.
Als sie sich aber setzten, um auf die Dunkelheit zu warten, begann Ayano nachzudenken. Sie legte die Puzzleteile zusammen. Zunächst hatte sie sich geweigert, einen Zusammehang zu sehen, aber sie fügten sich zu gut zusammen. Sie passten und ergaben ein Bild, das die junge Frau nicht erkennen wollte. Sie wollte am liebten die Augen schließen und weglaufen. Sie hatte Angst davor, ein weiteres Mal verletzt zu werden. Sie wollte nicht schon wieder versagt haben. Ihr Urteilsvermögen wären dann absolut nutzlos.
Aber sie konnte es nicht zurückhalten. Sie musste es tun. Sie brauchte die Gewissheit. Und so schaute sie Ryouma an. Sah ihn an und sprach den Namen des Mannes aus, den sie liebte. Den Namen des Mannes, der nicht hier sein sollte, weil er Nukenin war. Weil er sein Dorf verraten hatte. Weil er nicht nach Konoha gehörte.
Er begann zu sprechen, brach aber ab. Ryouma zitterte. Und in diesem Moment wusste Ayano, dass sie recht hatte. Dass sie sich nicht irrte. Dass dieser Mann vor ihr wirklich Akira war. Es war ihr Akira.
Ryouma stand auf. In diesem fremden Gesicht lag ein Ausdruck, der Ayano bekannt vorkam. Er verstellte sich nicht mehr. Stattdessen kam er auf Ayano zu. Er entschuldigte sich. Dann löste er das Henge auf, welches ihn umgeben hatte. Eine kurze Zeit verbarg sich sein Körper im weißen Rauch, ehe er sich verzog und sie den Mann vor sich sehen konnte, nachdem sie sich die ganze Zeit gesehnt hatte.
Zögernd stand Ayano auf. Starrte ihn nur an. In ihrem Gesicht lag zunächst kein Ausdruck. Ihre Ängste waren wahr geworden. Er hatte sie belogen. Sie die ganze Zeit hinters Licht geführt. Und Ayano war so dumm gewesen, ein weiteres Mal in ihrem Leben zu vertrauen und enttäuscht zu werden. Sie lernte es nie. Nie.
Sie trat einen Schritt auf den Mann zu. Er war größer als sie, so dass sie zu ihm aufschaute. Sie sah ihn ausdruckslos an. Es war, als hätte man ihr in diesem Moment alle Gefühle genommen, welche sie ausmachten. Sie empfand gar nichts mehr. Sah ihn nur an.
Und dann kam sie. Die Wut. Der verzweifelte Zorn, der ihren Körper überrannte. Sie hörte ihr Herz bedrohlich hämmern. Ihr Verstand vernebelte. Ihre Finger zuckten.
Dann verpasste sie dem Mann eine Ohrfeige. Sie hielt sich nicht zurück. Und Ayano war eine kräftige Kunoichi.
In diesem Moment traten die Tränen in ihre Augen. Verletzt, absolut verletzt, sah sie den Uchiha an. "Warum?", fragte sie und man hörte, dass ihre Stimme dabei war, zu zerbrechen. "Warum?" Ihre Beine zitterten. Die Wut begann fast schon zu verfliegen und der Kummer sollte an seine Stelle treten. Ayano sah all die Erinnerungen, die sie und Akira verbunden hatten, zerbrechen. Sie lösten sich auf. Es war eine Zeit, die nicht real gewesen ist. Es hatte Akira nie gegeben.
Hatte es ihre Liebe dann auch nie gegeben?

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jul 07, 2016 7:41 pm







11/14 Der Drogenboss
Die Wahrheit war für den Uchiha ein mehr als nur schwieriges Thema. Er hatte Angst vor der Wahrheit, denn die Wahrheit zerstörte womöglich seine ganze Zukunft. All seine Pläne, die er mit Ayano in der Zukunft hatte. Für ihn gab es keine andere Frau in seinem Leben außer die Uzumaki. Für den ANBU war dies die wohl schwierigste Situation in seinem Leben. Früher oder später kam die ganze Wahrheit ans Licht, dass er ein Lügner war und all das was sie hatten - der Mann in den sich Ayano verliebt - auf einer Lüge basierte.
Der Uchiha verschwieg die gesamte Wahrheit. Diese Mission war der falsche Zeitpunkt für Gefühlsduseleien. Sie waren schon fast im Gebiet des Feindes und seine Konzentration sollte anderen Dingen gelten, als seinen Gefühlen. Und die Wahrheit? Sobald sie im Dorf waren, würde Ryouma seiner Ayano ALLES erklären, dass er ein ANBU war, der aufgrund eines Auftrages die Rolle des "Akira" übernahm. Und dann begann der wohl schwerste Kampf in seinem Leben.
Allerding kam, wie es immer war, die Wahrheit ans Licht. Sie legte all die Puzzelteile zusammen. Er hatte Fehler gemacht, zu viele Fehler. All die Gefühle, die er für Ayano hatte, hatte der Mann schon während der gesamten Mission nicht im Griff. Und die Fehler? Sie zeugten nur von seiner Menschlichkeit. Sie zeigten, dass er keine Marionette der ANBU war, sondern ein Mensch mit Gefühlen. Ein Mann, der liebte. Und ein Mann, der liebte, hatte seine Gefühle nie unter Kontrolle und machte Fehler. Ryouma war ein Profi, der seine Gefühle eigentlich immer unter Kontrolle hatte, doch nicht bei dieser Frau. Sie besaß einen viel zu hohen Stellenwert in seinem Leben, als das er weiter mit dieser Lüge leben konnte.
So erhob sich der Uchiha von der Düne und bedachte Ayano mit einem bedrübten Blick. Ein schmerzlicher Blick. Ein Blick, in dem mehr lag, als nur die Schuld die er in diesem Moment fühlte. In ihm lag nicht nur Schmerz, sondern auch Angst und Verzweiflung. In diesem Augenblick unterdrückte er all diese Gefühle nicht. Er konnte es nicht. Und so löste der Uchiha das Henge auf und präsentierte der Uzumaki seine wahre Identität. Den Mann, den sie kannte und in den sie sich verliebt hatte. Kurzzeitig verdeckten ihn die Rauchschwaden, doch dann stand er vor seiner Ayano.
Ryouma sah nicht auf den Boden, sondern suchte den Blickkontakt zu der Rothaarigen. Er trug die Schuld an der Situation. Oder tat es das Dorf? Sie sagten ihm, dass er Ayano unter keinen Umständen seine wahre Identität nennen konnte. Sie sollte noch immer im Glauben sein, dass er ein Nukenin war - zu ihrer eigenen Sicherheit.
Und dann - eine schallende Ohrfeige. Sie traf den Uchiha mit voller Wucht im Gesicht. Zwar hatte er sein Sharingan, doch er entging dieser Ohrfeige aus Prinzip nicht. ER hatte sich diese Ohrfeige verdient. Stolpernd verlor er das Gleichgewicht und viel auf seinen Rücken. Auf dem heißen Wüstenboden verharrte Ryouma und blickte nur in den fast wolkenlosen Himmel.
Und dann kamen ihr die Tränen. Und sie hatte eine Frage. Sicherlich hatte sich noch andere Fragen an den Mann. Was sollte er ihr nun sagen? Der Mann verfiel in ein Schweigen, denn er wusste nicht was er der Frau sagen sollte. Wie wäre es mit der Wahrheit? Schließlich erhob er seine Stimme. "Hör dir meine ganze Geschichte an, Prinzessin .." Schließlich schloss er seine Augen, bevor er wieder seine Stimme erhob. "Ursprünglich komme ich aus Kirigakure, allerdings gab es einige Unstimmigkeiten zwischen dem Dorf und meiner Wenigkeit. Also verließ ich mein Heimatdorf und ging nach Konohagakure." Sie sollte nun seine GANZE Geschichte kennen und nicht nur einen kleinen Teil. "Konohagakure begrüßte meine Fähigkeiten und machte mich schnell zu einem Teil der ANBU-Einheit. Ich erhielt eine Mission zur Infiltration einer Organisation aus Nukenin. Und dann .. dann traf ich auf dich." Er legte eine kleine Pause ein, in der er sich vom heißen Sandboden erhob. "Du, Prinzessin, stelltest die ganze Mission auf den Kopf, denn ich .. ich entwickelte Gefühle für dich. Allerdings erhielt ich klare Anweisungen von meinen Vorgesetzen. Ich durfte dir NICHTS von meiner wahren Identität erzählen, denn dann wärst auch du in Gefahr. All das .. es war zu deiner eigenen Sicherheit." Mit langsamen Schritten ging er auf Ayano zu. Seine Stimme. Leise - in ihr lag die Schuld, die er fühlte, weil er der Rothaarigen nicht die Wahrheit sagen konnte. Direkt vor Ayano verharrte der Mann und sah ihr in die roten Augen. "Ich habe einen großen Fehler gemacht .. ab-"
Mitten im Satz unterbrach der Uchiha. Das schneidende Geräusch eines Kunai erregte eine Aufmerksamkeit. So nahm er die Uzumaki - ob sie wollte oder nicht! - in seinen Arm und entging den fünf Wurfgeschossen. Ein Angriff! Mit seinem Sharingan nahm er die nähere Umgebung in Augenschein und erkannte einige Chakrasignaturen. Shinobi aus Kaze no Kuni oder Untergebene des Drogenbosses? Darauf hatte er keine Antwort.
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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Do Jul 07, 2016 10:36 pm




Der Drogenboss [12|14]
Ayano x Ryouma
Er wich der Ohrfeige nicht aus. Der Mann hatte sein Sharingan aktiv. Er hätte es sehen können. Er hätte dem entgehen können. Aber er tat es nicht. Er fing den Schlag der Genin mit voller Wucht ab.
Die Kraft der Genin war höher, als man bei ihrem Rang annahm. Und das riss den Mann zu Boden. Er fiel in den Sand und regte sich nicht. Starrte nur in den blauen Himmel. Sie wollte wissen, warum er sie belogen hatte.
Einige Sekunden schwieg er. Dann aber begann er seine Stimme zu heben. Wollte, dass sie ihn zuhörte. Dass sie seinen Worten lauschte. Ayano nickte nur. Hörte zu. Was er aber von sich gab, schien ihr den Rest zu geben. Er war ein ANBU. Ryouma, so wie er wohl wirklich hieß, war ein ANBU. Er musste sich als Nukenin ausgeben. Musste so tun, als wäre er ein Feind. Und er hatte Ayano zu dieser Zeit kennen gelernt. Hatte sie belügen müssen. Und doch tat es weh. Es tat so weh, daran zu denken, dass sie eine Lüge liebte. Dass sie einen Mann und eine Vergangenheit liebte, die es nicht gab. Sie hatte sich mit Akira so verbunden gefühlt, weil er ebenso wie sie so vieles verloren hatte. Weil er selbst Verrat kannte. War das alles falsch? Hatte er dieses Verständnis nur vorgeheuchelt?
Er stand auf. Ayano sah ihn weiter an. Hielt sie Tränen zurück, die in ihren Augen brannte. Sie fühlte sich so dämlich. So navi. Sie hatte gedacht, sie könnte Akira vertrauen. Hatte gedacht, dass sie in ihm endlich einen Menschen gefunden hatte, der ihr nicht wehtun würde. Er immer ehrlich zu ihr wäre. Und dabei hatte er die größte Lüge gelebt. Das war schlimmer für sie. Schlimmer als der Verlust ihrer Eltern. Schlimmer als der Verrat Rikus. Sie fühlte sich, als hätte der Mann sie in diesen Moment in eine kalte, einsame Hölle geworfen.
Ryouma sprach weiter. Sprach von seinen Gefühlen für sie. Davon, dass er ihr nichts sagen durfte. Dass es zu ihrer Sicherheit war. Aber das konnte sie nicht akzeptieren.
Er näherte sich ihr. Unwillkürlich wich Ayano zurück. Sie wusste nicht, wie sie reagieren sollte. Wie sie handeln sollte. Was sollte sie sagen? Was tun? Sie fühlte sich einfach nur noch dumm und schwach. Wie die Genin, die sie war. Das Selbstwertgefühl, das Akira aufgebaut hatte, zerstörte Ryouma wieder.
Doch ehe er weiter sprechen konnte, bemerkte Ayano das Geräusch eines Kunai. Ehe sie reagieren konnte, war der Mann bereits schneller. Er griff nach der jungen Frau und drückte sie an sich. Er wich mit ihr den Angriff aus.
In diesem Moment überkam die Genin ein Gefühl. Ein schreckliches, widerliches Gefühl. Sie wollte nicht von ihm berührt werden. Sie wollte nicht, dass Ryouma sie anfasste. Und obwohl es dumm war, so unglaublich dumm, begann sie sich zu wehren. Versuchte sich aus seinen Armen zu lösen.
"Lass mich los", zischte sie. Sie wusste nicht, dass sie so niederträchtig sprechen konnte. "Fass mich nicht an."
Doch dies war eigentlich nicht ihr Problem. Sondern die Feinde, die sich ihnen näherten. Ayano wusste nicht, woher sie kamen. Das konnte nur Ryouma ausmachen. Aber er würde drei Shinobi auf dem Niveau von Chuunin bemerken können, welche sich ihnen näherten. Das waren die Leute des Drogenbosses. Sie hatten die beiden bemerkt.
Gerade jetzt.
Wieso jetzt?

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BeitragThema: Re: [B] Der Drogenboss [Beendet] Fr Jul 08, 2016 4:49 pm







12/14 Der Drogenboss
Der Uchiha spürte die Wut, die in dieser Ohrfeige lag, dessen Wucht den Mann auf den Boden fegte. Sofort pulsierte der Schmerz in seiner Wange. Regungslos blieb Ryoum auf dem Boden liegen und starrte in den klaren Himmel. Die Pupillen waren verengt, nur winzig kleine Bleistiftpunkte, die sich in seinen eisblauen Augen verloren. Kummervoll sah der Mann so in den klaren Himmel. Selbstredend erwartete die Uzumaki eine Antwort von dem Mann. Und er gab ihr die Antwort auf ihre Frage.
So erzählte Ryouma ihr die Kurzfassung seines Lebens. Er war kein Nukenin, sondern ein ANBU des Dorfes Konohagakure, der eine wichtige Mission hatte. Und dann verliebte er sich noch während der Mission in Ayano. All das, ihre gemeinsame Geschichte, hätte eine Liebesgeschichte werden können, doch durch seine Lüge machte er ein Liebesdrama daraus. Doch auch in den meisten Liebesdramen kommt es zu einem versöhnlichen Abschluss. Wieso sollte auch nicht diese Geschichte ein solches Ende nehmen?
Die Uzumaki liebte eine Lüge. Sie liebte nicht Ryouma, sondern Akira - seine Rolle für die Mission. Hatte diese junge Liebe überhaupt noch eine Zukunft? Langsam erhob sich der Mann. Seine Hand ruhte an seiner pulsierenden Wange. Sicherlich trug er noch andere Schäden von der Ohrfeige davon, denn die Uzumaki besaß für ihen Rang eine unheimliche Kraft. Vorsichtig führte er seinen Arm in die Richtung der Frau, wie ein zaghaftes Reh. Scheinbar hatte die junge Frau aber keinerlei Interesse an einer Berührung des Mannes und so verharrte er in seiner Bewegung. "Ayano .." Es brach ihm schon fast das Herz, doch er bemühte sich um Beherrschung. Immerhin waren sie noch auf einer Mission und das im Feindesgebiet. Seine Konenztration musste der Mission gelten und nicht ihren Problemen. Allerdings tat es das nicht. "Wir haben schon so viel durchgemacht." Er besaß die Stimme eines gebrochenen, traurigen Mannes, der nicht wusste, was er mit seinem Leben machen sollte. "Wir haben so viel durchgemacht .. Ich .. ich starb vor deinen Augen, aber ich kam zu dir zurück." Wie gerne hätte er Ayano nun in seine Armen geschlossen, doch sie wollte es nicht. Ryouma konnte die Rothaarige verstehen, wäre er in ihrer Situation hätte er nicht anders auf eine solche Neuigkeit reagiert. "Ich wollte all das nicht, aber ich hatte keine andere Wahl. Ich wollte dich nicht in Gefahr bringen!" Schließlich unterbrachen sie ungebetene Gäste - drei Shinobi auf dem Niveau eines Chuunin.
Sofort als er das verschwörerische Zischen der Kunai vernahm, nahm er die Uzumaki in seine Arme und entging dem Angriff durch einen Sprung. Allerdings war dies noch nicht das Ende des Angriffs. Weitere Kunai flogen durch die Luft, immer weiter in ihre Richtung. Ihre Bemühungen sich aus seinen Armen zu befreien brachtne den Uchiha nurnoch mehr aus dem Konzept. Eines der Kunai erwischte ihn an seiner Schulter. Die anderen Wurfgeschosse flogen dem Schwarzhaarigen um die Ohren. Wortlos ließ er schließlich von der Uzumaki ab und widmete sich ihren Gegnern.
Selbstverständlich war er durch sein Sharingan im Vorteil. Mit der rechten Hand griff er nach dem Kunai, der in seiner linken Schulter steckte und zog ihn in einer flüssigen Bewegung aus dem Fleisch heraus. "Reiß dich zusammen! Wir haben nun ganz andere Probleme!" Im nächsten Augenblick formte der Uchiha einige Fingerzeichen und feuerte aus seinem Mund ein gigantischen Feuerball. DAS Signaturjutsu der Uchiha. Zwar zerschnitt der Feuerball den Wüstensand, doch nicht die Gegner, die keinerlei Probleme mit seinem Angriff hatten. In einer Düne hinter den vermeindlichen Anhängern des Drogenbosses explodierte der Feuerball.    
@Ayano

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