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 Ein bombastischer Auftakt

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Renko
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BeitragThema: Ein bombastischer Auftakt Mo Jun 06, 2016 2:13 pm

Ein bombastischer Auftakt

»Teilnehmer: Yôgan Rôka & Dozawa Renkô
»Spielort: Mizu no Kuni | Kirigakure no Sato | Haus von Ren und Rôka
»Zeitraum: 01.01.901
»Kurzbeschreibung: Das neue Jahr fängt für die Zwei an, wie das alte aufhört: Zusammen. Sie feiern in eben dieses hinein, was an dem Abend geschieht, oder wohin er führen soll, wissen sie Beide noch nicht. Ihr gemeinsames Leben ist noch nicht unbedingt alt, die drei Monate, in denen Rôka weg war, sitzen noch immer schwer, die Jahre ihrer Abwesenheit schwerer und Renkô ist sich selbst noch nicht ganz bewusst, worauf sie sich jetzt wirklich eingelassen hat. Das alles spielt sich in der Behausung ab, welche die Beiden seit Kurzem beziehen, da ausgehen nicht in ihrer beiden Welt passt.
Ein Häuschen:
 

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Kiri Jounin
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Mi Jun 08, 2016 10:04 pm




Happy New Year



Happy New Year.
Ja, ein fröhliches, neues Jahr. Zu mindestens so sollte die übliche Floskel lauten wenn man einem Menschen zu diesem besonderen Anlass traf. Währenddessen würden abertausende, funkelnde Lichter in den Himmel steigen um diesen erleuchten, während das farbenfrohe Spiel langsam gen Erde herab regnete. Die Leute lagen sich in den Armen, küssten sich gar, oder stießen schlicht mit einem prickelnden Glas Alkohol an. Aber ganz gleich wo man im Land durch die Straßen streifte, die Menschen waren glücklich und sahen positiv in das neue Jahr. Setzten sich neue Ziele, machten Vorsätze, ehe sie die ganze Nacht durch feiern würden.
Normalerweise.
Aber eben nicht diese beiden Frauen. Sie saßen im ersten Stock vor der großen Fensterfront auf einem kleinen Sofa, welches so gedreht war, das man hinaus blicken konnte. Erst vor kurzem hatten sie dieses kleine, relativ abgelegene Domizil bezogen, weshalb noch einige Kartons herum standen und es überall an Dekoration mangelte. Nur die Möbel standen soweit, auch wenn die kleine Couch mit Sicherheit nicht an diesen Platz gehörte. Doch was zählte das schon? Nichts. Nur dumpf drangen die Geräusche von Außen nach drinnen, weshalb es in der Behausung sonst beinahe totenstill war. Auch brannte keinerlei Licht, weshalb es nur das Feuerwerk war, welches seine Schatten warf. Die Yôgan saß angelehnt an die Dunkelhaarige, den zu teilen noch in Bandagen gehüllten Körper in eine Decke gewickelt. Nur an ihrem Gesicht konnte man noch die dunkle Einfärbung geplatzter Blutäderchen sehen, ebenso die leichte Schwellung an einem Auge, welche jedoch beinahe gänzlich zurück gegangen war. Sie war bereits einige Zeit wieder zurück, doch die drei Monate in Gefangenschaft saßen ihr spürbar in den müden Knochen. Auch war sie bisher zu stolz gewesen ins Krankenhaus zu gehen, um dort die restlichen Wunden ordnungsgemäß behandeln zu lassen. Sie würde, sicher, aber nicht im Augenblick. Folter definierte ein jeder Anders, gewiss, doch mit jedem weiteren Tag fern ihrer Liebsten war auch ein Teil ihres Herzens gestorben. Und nur langsam heilten diese Inneren Wunden, was sich im äußeren nur widerspiegelte. Es mag klingen wie eine weitere Folter das man selbst nicht um Hilfe bat, doch eine zertrümmerte Seele wog schlichtweg ab. Zwischen einem Übel, und dem größerem. Für welches würde man sich dann wohl entscheiden.. ?
Egal. Es war Mitternacht, nicht absonderlich bedeutend für sie, denn im Gegensatz zu anderen Leuten hatte die Yôgan keinerlei Vorsätze für das neue Jahr. Brauchte sie auch nicht, denn alles, wonach ihr Herz verlangte besaß sie längst. Sie musste nur die Augen aufschlagen, jeden Morgen, und das Haupt zur Seite drehen. Und neben ihr war alles andere völlig gleichgültig.
Wir hätten uns Popcorn machen sollen.“, scherzte die Dame plötzlich, einige Minuten nach Mitternacht. Ihre Stimme war noch ein wenig rau, jedoch verständlich. Stumm hatte sie eine Weile lang einfach das Schauspiel bewundert, hatte die Finger mit denen der Anderen verschränkt und schlicht ihre Wärme genossen. Dabei war sie es doch eigentlich, welche sich eine Yôgan schimpfte.. eine Nutzerin der Lava. „Ich würde ja sagen, ich koche uns was. Aber dann fackel' ich die neue Küche ab.“, lachte sie matt, verstummte aber rasch wieder. Ihre Augen wirkten müde, der ganze Bewegungsapparat ein wenig träge. Also sie würde mit Sicherheit in der heutigen Nacht nichts mehr zubereiten. „Das ist mit Abstand der schönste Einstand in ein Neues Jahr, den ich je hatte..“    
@Renkô

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Renko
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Do Jun 09, 2016 4:21 pm




Go hard or go home



Immer noch war es seltsam, was sie hier tat. Klar, sachlich an die Sache rangegangen ist sie mit der Person, die sie liebte, in ein gemeinsames Haus gezogen, nachdem sie sich endlich gefunden hatten. Waren ja nur knappe 24 Jahre, die es gebraucht hatte. Das ließ Renkô, die nur stumm auf der falsch positionierten Couch saß, kurz nachdenklich werden. Vierundzwanzig Jahre lang kannte sie Rôka schon, länger als sonst jemanden auf dieser Welt und auch, wenn diese sie bitterlich enttäuschte, von ihr lösen konnte Ren sich dennoch nie. Auf einer Mission im Feindesland begegneten sie sich wieder und sofort wusste Renkô wieder, warum sie so lange mit der Anderen befreundet gewesen war. Dennoch brach es ihr das Herz, damals, sie zu sehen, nachdem sie klammheimlich verschwunden war. Nicht, das Ren damals begeistert über die Nachricht gewesen wäre, doch hätte sie so etwas wie Verständnis gehabt. Die Liebe trieb Rôka damals weg, genauso, wie sie diese jetzt wieder zusammenschweißte. Renkô konnte eh nicht lange sauer auf sie sein. Was damit aber nicht gegessen war, war das tiefe Empfinden, verletzt worden zu sein. Das Unterbewusstsein sträubte sich sogar fast dagegen, hier, mit verkreuzten Fingern, den pinkbehaarten Kopf an die Schulter gelehnt, zu sitzen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Das war es nicht, egal wie froh sie jetzt gewesen sein mochte, dass ihr Liebstes wieder da war. Ren fühlte sich zwiegespalten, sie liebte Rôka, natürlich, sonst würden sie auch niemals so hier sitzen, in ihrem eigenen, kleinen Häuschen, dennoch aber waren genug negative Gefühle ebenso vorhanden. Hass, da sie einfach gegangen ist, Trauer, dass es so war und Verzweiflung, da sie nicht wusste, jahrelang, wie es der Person ging, die ihr durch die schwerste Zeit ihres Lebens geholfen hatte. Vielleicht war es deshalb auch ganz gut, dass keine von ihnen etwas sagte. Die Nähe der Anderen nämlich negierte den Drang, sie jetzt auf solche Dinge anzusprechen, es gab eine Art von Geborgenheit, die jedes unterschwellige Gefühl ausbremste und Renkô zeigte, dass sie den richtigen Weg gegangen war. Es war nicht falsch, Rôka verziehen zu haben und sie, als sie aus ihrer Gefangenschaft befreit worde war, bei sich aufzunehmen.  
Eben deshalb auch lösten sich die negativen Gedanken langsam auf. Sie hatte eigentlich keine Zeit, sich um diese zu kümmern, gab es doch etwas gänzlich Anderes, was man hätte feiern müssen. Feiern nur war der falsche Ausdruck, denn die Zwei gingen nicht aus und verrzogen sich lieber, unter Decken versteckt, in ihrem kleinen Eigenheim,  so, wie jetzt nun mal geschehen. Dennoch aber empfand sie nicht den Wunsch, noch mal was zu sagen. Sie brauchte es nicht, momentan nämlich waren Gespräche überflüssig. Zumindest für Renkô, während Rôka das wohl etwas anders sah. Müde drehte sich ihr Haupt zu ihrer Liebsten, das Lächeln nur eher seicht, bevor ein Kuss auf die Stirn erfolgte. Rôka sah noch immer fürchterlich aus, trotzdem konnte Ren nichts benennen, was auch nur im Ansatz schöner aussah. "Sprich nicht so viel, du musst dich noch ausruhen.", war ihre Antwort auf die Aussage der Yôgan hin. Auf alles davon, sogar das Angebot mit dem Essen, was sie letzten Endes sogar dazu brachte, sich langsam zu erheben, die Andere alleine auf dem Sofa sitzen lassend. "Und um was zu essen habe ich mich natürlich auch gekümmert. Sind aber nur Kleinigkeiten vom Laden die Straße runter." Ob nun einverstanden damit, oder nicht, Renkô hörte gar nicht erst auf die Antwort ihrer Freundin und verließ den Wohnraum kurz, um sich einerseits in der Küche bei offenem Fenster eine Zigarette anzuzünden, sowie eine kleine Platte mit diversen Häppchen aus dem Kühlschrank zu holen, die solange Zimmertemperatur annahm, wie Ren ihren Glimmstängel bearbeitete. Einer der seltenen in ihrem Haus, mit Rôka zusammen rauchte sie nämlich bedeutend weniger. Nach den paar Minuten also kehrte sie dann auch mitsamt Platte und zwei Gläsern zu ihr zurück und stellte alles auf den kleinen Tisch vor ihrer Couch. Es wirkte harmonisch. Harmonischer vor allem, als es wirklich war, denn noch war keine der Beiden zu hundert Prozent zufrieden, das war leicht aus Stimmung und Umgang abzulesen. Klar, sie waren sicher liebevoll zueinander, das letzte Bisschen aber fehlte noch. Tat gerade aber wenig zur Sache, immerhin war es Mitternacht, Neujahr und sie mussten das ja wenigstens zusammen begehen. "Willst du was zu trinken? Ich hab' die Hausbar gestern noch aufgefüllt, müsste eigentlich alles da sein."


absolution @ SG


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Kiri Jounin
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Di Jun 14, 2016 9:28 pm




Ein fataler Fehler



Da war es wieder. Dieses unbändige Gefühl das es etwas gab, das zwischen ihnen Stand wie eine Tür zwei Räume trennte. Die Yôgan vermochte es nicht benennen, nicht einmal erahnen, da die Furcht vor der eigentlich Wahrheit größer war als alles andere. Allein der kleinste Gedanke daran die Schmiedin zu verlieren brach ihr kümmerliches Herz beinahe entzwei.
Und so hüllte sie sich wieder in Schweigen, starrte stumm das Fenster hinaus, während ihre Liebste sich dazu aufmachte sich um etwas essbares zu kümmern. Es würde wirken als würde sie Ruhen, so, wie es ihre Freundin schließlich von ihr gefordert hatte. Dabei waren ihre Beweggründe gänzlich andere. Leider.
Die wenige Zeit in welcher sich die Schwarzhaarige unten in der Küche verging waren  für die Ältere eine Qual. So alleine mit ihren Gedanken glaubte sie fast, sie würde an jenen ersticken. Es drückte sie in das weiche Polster, dabei war sie in der Zwischenzeit selbstverständlich nicht schwerer geworden. Nur schwer atmete sie, ehe es die Schritte der Anderen waren, die sie wieder ein Stück weit in die Realität holten. Nur war sie sich nicht sicher, ob diese wirklich besser war..
Noch immer stumm schob sie sich wieder gerade, beugte sich etwas vor und ließ ihren Blick über die kleine Auswahl an Speisen gleiten. Alles sah köstlich aus, ernsthaft. Auch bot man ihr etwas zu trinken an, aber der Sinn nach Alkohol stand ihr im Augenblick nicht. Ungewöhnlich, eigentlich. „Nein, im Augenblick nicht.“, antwortete sie daher mit belegter Stimme. Sie zog die Decke ein wenig enger um den geschundenen Leib, ehe sie sich dazu zwang das Paar Augen an zu heben um ihre Liebste ansehen zu können. Kurz betrachtete sie diese eindringlich, schien innerlich mit sich zu ringen, ehe sie den Mund öffnete um an zu setzen und dann doch nichts heraus brachte. Nach einem kräftigen Atemzug schloss sie die Lippen wieder und senkte die Schultern herab. Ihr Blick schweifte ab, wieder hinaus in die Ferne in welcher noch immer das bunte Feuerwerk den Himmel hell erleuchtete. „Irgendetwas bedrückt dich, seitdem ich wieder hier bin.“, begann sie dann plötzlich ohne jegliche Vorwarnung. Innerlich zerriss es sie, weshalb sie unter der Decke die Arme um ihren Körper schlang und diesen festhielt, als könne sie das, was gerade geschah damit aufhalten. Konnte sie aber nicht. Es schmerzte und es wurde einfach schlimmer.. „Egoistischer weise dachte ich erst es wäre wegen meiner Folter gewesen.“ Nur langsam schaffte sie es ihren Kopf wieder so rum zu drehen, das sie die Jounin beim sprechen ansehen konnte. Und in ihren Augen erkannte sie.. vieles. Sogar Zorn. Und das machte ihr Angst. Große. „Aber ich habe gemerkt, das es etwas ganz anderes ist.. Vor allem seitdem wir hier wohnen ist es mir aufgefallen. Du hältst mich auf Abstand.“, brachte sie noch hervor, hatte dabei all ihre Kraft zusammen genommen um dabei so ruhig wie möglich zu wirken. Aber ihre Stimme zitterte leicht, bebte beinahe. Ja, sie fürchtete die Antwort.. aber eines fürchtete sie mehr. Nicht mehr von dieser Frau geliebt zu werden..
@Renkô

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Renko
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Mi Jun 15, 2016 4:23 am




Go hard or go home



Der Weg zurück in ihren noch nicht ganz eingeräumten Wohnraum hatte etwas von Tortur. Sie wollte sich in ihrer Laune nicht zu Rôka begeben, wohl alleine, weil sie, natürlich, bemerken würde, was mit Renkô los war. Das tat sie immer und in jeder anderen Situation wäre sie ihrer Freundin dankbar dafür. Sie sprach ungerne darüber, was ihr missfiel, sie gestand sich ungerne Schwäche ein und wurde man direkt von einer Person, die man liebte, die noch dazu einen selbst liebte, darauf angesprochen, war es bedeutend einfacher, doch noch darüber zu sprechen. Einem wurde über den eigenen Schatten geholfen, den man oft nur schwer zu überwinden wusste. Rôka war all das für sie, die Hilfe, die sie brauchte, um sich selbst Schwäche eingestehen zu können, sowie eben jene gleich direkt wieder zu überwinden. Gleichzeitig aber, noch, war Rôka mehr als nur ein Schatten, der über ihr lungerte. Sie war ein Stein, der ihr ans Bein gekettet war und sie zurückhielt. Ren funktionierte, seit sie wieder da war, nicht mehr so, wie sie es eigentlich hätte tun sollen. Egal, wie groß die Gefühle für die Yôgan waren, manche Sachen konnte man einfach nicht überspielen, so wie das hier, weshalb jeder Schritt schwerer wurde, als würde sie wirklich jemand zurückhalten. Sie würde reden müssen, ob sie wollte, oder nicht, weshalb sie ein letztes Mal ihren Mut zusammennahm und sich wieder zu dem Sofa begab, auf dem Rôka noch immer lag. War auch besser so, die Wunden sah man ihr noch immer an, weshalb Ruhe ihr sicher gut tat, was Ren selbst zeigte, wie sehr sie eigentlich für Rôka empfand. Das war ihr eigentlich auch klar, dennoch fiel es ihr schwer, die Dämonen der Vergangenheit ruhen zu lassen. Es war ein innerer Drang da, Rôka derart eine zu scheuern, dass jede Form der Folter vergessen war. Sie sollte die Ohrfeige nie wieder vergessen, die Renkô in den Fingerspitzen brannte. Niemals würde sie jene Frau verlassen können, niemals, doch war ihre Nähe gerade ebenso unerträglich, weshalb es fast wie ein kleiner Stich ins Herz war, als Rôka einen kleinen Drink ablehnte. Es hätte die Sache vielleicht vereinfacht, vielleicht aber wollte Ren sich wirklich nur Mut antrinken. Egal, was es war, es war nicht von Bedeutung, immerhin verzichtete so auch die Jônin auf ihren Drink und setzte sich nur mit einem schweren Seufzer wieder auf das Sofa, gerade, nachdem Rôka ihre Aussage, ihre Feststellung, das war es ja eher, zu Tage gefördert hatte. Ja. Sie hatte Recht. Renkô würde ihr nicht widersprechen, schon alleine, weil sie es nicht konnte.
Ein weiteres Seufzen ließ sie folgen, tief in das Sofa gelehnt, eine Hand ins Gesicht gelegt, die Augen geschlossen, denn wenn sie sich schon keinen Mut antrinken konnte, dann wollte sie wenigstens so versuchen, die richtigen Worte zu finden, sowie die Courage, jene auch vorzubringen, denn noch war ihre Beziehung jung, fast eher schwächlicher und Ren fürchtete nichts mehr, als das sie zerbrechen konnte, bevor sie wirklich begann, egal, ob momentan eigentlich nur sie der Störfaktor war, der dafür hätte sorgen können. Rôka brachte ihr Liebe entgegen, bedingungslose Liebe, noch dazu und sie suchte bei Ren Schutz, wohl wegen dem, was ihr in der Vergangenheit geschehen war, während Ren selbst sich primär egoistisch verhielt. Ja, sie hielt Rôka auf Abstand, das würde sie auch nicht abstreiten, auch nicht können. "Nein, Rôka.", fing sie dann auch direkt an, musste danach jedoch schon wieder absetzen. Sie wollte nichts Falsches sagen, ihre Freundin musste wissen, was in ihr vorging, dennoch wollte sie nicht riskieren, dass sie ein falsches Bild von dem bekam, was in der Frau vom Haganeclan genau vorging. "Es ist nicht irgendetwas, das mich bedrückt." Sie hatte erst angefangen zu sprechen, als ihr Gegenüber damit aufgehört hatte. Sie wollte Rôka ausreden lassen, vor allem aber, weil sie sich davon erhoffte, ein wenig Einblick in das zu kriegen, was jene inzwischen alles aufgeschnappt hatte. Zu viel, wie Ren schnell feststellen musste, denn jetzt schon hatte sie gemerkt, was der Plan der Jüngeren von den Zweien war, nur etwas dagegen zu unternehmen sollte sich als schwer heraustellen. Wie auch nicht? Die Situation wirkte fast ein wenig festgefahren. "Nicht irgendetwas und nicht irgendwer, sondern ganz genau du." Knallhart, mochte manch einer gesagt habeN, doch gab es nicht die Möglichkeit, das anders zu umschreiben. Alles Andere, jede Verweichlung dieser Wahrheit, wäre auch nichts mehr als eine Beleidigung gegenüber Rôka gewesen, die eine solche Ehrlichkeit, so der Gedanke Vieler, seit sie wieder da war, eigentlich gar nicht verdient hatte. Für Renkô aber sah das anders aus. Sie wollte nicht, dass Rôka litt und sie wollte eigentlich gar nicht so auf Abstand gehen, dennoch ertappte sie sich gerade dabei, wie sie es unbewusst schon wieder getan hatte. Ihr Leib war zum Sofarand gerutscht, sie drückte sich regelrecht an die Lehne und spürte den hölzernen Balken des Untergerüsts deutlich in ihrer Flanke, nur wa das gerade die angenehmere Variante. Im Moment ertrug sie den Gedanken der Berührung der Yôgan einfach nicht. "Wenn du wissen willst, was genau los ist ... es fing schon bei unserem Wiedersehen an und bis jetzt hält mich das ganz einfach fest." Ihre lockere, fast selbstsichere Art war etwas zusammengebrochen, so sah auch der Oberkörper der jungen Frau aus, der ein wenig nach vorne gefallen war, die Allbogen an den Oberschenkeln abgestützt, das jedoch auch nur halbherzig. "Du warst weg, Rôka. Weg. Und das gut fünf Jahre lang. Ich wusste nicht, wo du bist, ich wusste nicht, wie es dir ging und auf einmal stehst du wieder auf der Matte, fast so, als wäre nichts gewesen, als hättest du nicht das Land verraten und, was für mich gerade eigentlich noch schlimmer ist, als hättest du mich nicht verraten. Ich habe dich gebraucht, aber nein, du hieltest es für eine bessere Idee das Land zu verlassen, ohne auch nur einmal mit mir zu sprechen. Du warst da für mich, damals. Hast du mir wirklich so wenig vertraut, dass du nicht glaubtest, ich hätte dir geholfen? Ich hätte ... egal, ob du gegangen wärst, oder nicht, aber ich hätte dir geholfen, weil du meine Freundin bist und weil du mich gebraucht hast." Sie musste einen Moment absetzen, ihr Atem begann etwas zu stocken und fast hatte sie nicht gemerkt, dass an ihrer Hand etwas warmes zu spüren gewesen war. Tränen. Tränen, die ihr langsam über die Wange gekullert waren und jetzt, wo ihr das wirklich bewusst wurde, eine heiße Spur an ihrer Haut hinterließen. Eilig versuchte sie, dieses Zeichen der Schwäche wegzuwischen, nur wollte ihr das einfach nicht gelingen, so versuchte sie, wenigstens mit ihrer Erzählung weiterzumachen, hoffend, dass es helfen würde, aber wissend, dass es alles nur noch schlimmer machen sollte. "Und dann .. verdammt noch mal dann tauchst du wieder auf, gerade wo ich geglaubt habe, ich hätte dich vergessen können. Der Schmerz saß nicht mehr so tief, ich konnte wieder ich selbst sein und dann standest du auf einmal vor mir. Ich wollte dich umbringen, gleich, wie ich dich umarmen wollte. Ich habe noch nie so eine Mischung aus Hass und Erleichterung gespürt wie damals. Rôka war wieder da, zurück in meinem Leben und sie hat ein noch größeres Loch in mein Herz gerissen, weil sie nicht mehr nur eine Freundin, sondern meine Freundin werden sollte. Ich liebe dich. Ich liebte dich schon damals." Wieder stockte sie, nicht, weil sie jetzt eine Pause brauchte, sondern weil der Redefluss, in den sie verfallen war, immer wieder von einem leichten Schluchzen unterbrochen wurde. Das erste Mal gestand sie sich zu, wegen diesem Thema gegenüber Rôka etwas mehr zu zeigen, sie erlaubte sich selbst, einmal diejenige zu sein, die Hilfe brauchte, was ihr sowieso nur bei der Yôgan gelang. "Aber nein, damit nicht genug, du kommst zurück, du zeigst mir, dass ich mit meinen Gefühlen nicht alleine bin, nur, um mir danach schon wieder entrissen zu werden, was ich diesmal wenigstens wusste. Und wie bekomme ich dich wieder? Als Wrack. Die haben nicht nur deinen Körper zugerichtet, sondern auch deine Seele. Ich höre dein Wimmern in der Nacht, ich sehe, dass dich Albträume plagen, während ich nicht schlafen kann, weil ich ständig daran denken muss, dass ich dir dein Verschwinden noch immer übel nehme und mich in selber Instanz dafür selbst peinige, weil ich dich bei der Aktion vom Dorf nicht unterstützt habe." Sicher, es gab nichts, was Renkô hätte tun können, das Dorf hatte eben seine Methoden, trotzdem aber waren diese Schuldgefühle da, vermischt mit dem Rest, die ihr jetzt gänzlich die Nächte raubten. Sie schlief kaum und wenn, dann unruhig und niemals durch. "Als du vor meiner Tür standest, plötzlich und ohne Vorwarnung, wusste ich nicht, wie ich reagieren sollte. Dich hineinbitten und ruhig mit dir sprechen, oder dich zum Teufel jagen. Ich werfe mir teilweise vor, nicht Letzteres gemacht zu haben. Ja, es wäre wieder die Zeit gekommen, in der ich um dich getrauert hätte, nur wäre es dann vorbei gewesen. Endgültig. Inzwischen hatte sie das Gesicht in beiden Händen vergraben, die Knie angezogen, wodurch man die sonst so starke Frau beinahe zerbrechlich betrachten konnte, was so, mit dieser Intensität, wohl auch Rôka noch nicht kannte. "Aber nein. Ich hätte es nicht gekonnt, niemals. Ich .. mein Herz wäre zersprungen, Rôka. Ich brauche dich, wie ich dich schon immer gebraucht habe, dennoch geht mir das nicht aus dem Kopf, was damals passiert ist. Ich kam alleine nach Hause, ich aß alleine, blieb alleine. Du warst weg ... und egal, wie groß meine Liebe für dich ist, ich kann es dir nicht einfach verzeihen, selbst, wenn ich während deiner Zeit in dieser ... dieser Folter nicht daran gedacht habe. Meine Gedanken waren bei dir, nur nicht mehr in der Vergangenheit, das kam erst wieder, als wir hier eingezogen sind. Wir. Warum? Weil es mir klar gemacht hat, wie sehr ich von dir abhängig bin und wie sehr es mich vernichten würde, würdest du mich noch einmal alleine lassen .. " Und dann war da auf einmal dieser Drang, sich einfach in ihre Arme zu schmeißen. Rôka, obwohl gerade die Wurzel des Problems, war dennoch die einzige Person, die ihr gerade darüber hinweghelfen konnte. Sie zu berühren aber, das wagte Renkô gerade gar nicht erst. Sie wusste nicht, wie die Andere reagieren würde, was sie tun, sagen wollte, so schien Ren nur das kleine Häufchen Elend zu bleiben, das sie während ihres kleinen Monologs geworden war, stärker, je länger dieser vorangeschritten war.


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Kiri Jounin
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Mi Jun 15, 2016 10:39 pm




Bis in den Tod



Wie würde man dieses Gefühl beschreiben, wen man gezwungen wäre, es in Worte zu fassen?
Etwas, das einen zu gleichen Teilen vernichtet und spüren läst, das in der Brust noch ein kümmerlicher Rest von einem Herzen schlägt, welches sich nur nach dem einen sehnt. Liebe.
Ganz gleich wer sich anmaßt dies zu können. Die Yôgan war dazu nicht in der Lage. Es war einfach als würde man ihr eine heiße Klinge zwischen die Rippen bohren, langsam und genüsslich, während man mit beiden Händen gegen den Knauf drückte bis die Parierstange gegen das Fleisch stieß. Dabei würde ein hämisches Grinsen die Lippen zieren, ehe der letzte Atemzug getan wurde.
Ganz alleine sie war für dafür verantwortlich wie es Renkô ging. Sie alleine und zur vollen Gänze. Und selbst die Tatsache, das sie im Stillen längst darüber nachgedacht hatte machte es nicht einfacher, das nun mehr so ausgesprochen von ihrer ehemaligen Rivalin zu hören. Denn sie war längst mehr als das und noch vieles darüber hinaus. Man konnte die Yôgan Foltern, ja, man konnte sie quälen, schlagen, anspucken und beleidigen. Alles gleich. Denn der einzige Mensch in ihrem Leben der wirklich dazu im Stande war sie zu brechen, war Renkô. Und sie war auch die einzige die dazu im Stande wäre, sie umzubringen.
So lauschte die Ältere stumm dem Schwall an Worten, um griff den Körper fester, endete nicht einmal dann, als sich die Finger derart tief unter die Haut gruben das ein feiner Rinsal an Blut unter der Kleidung zu erkennen war. Nur sie alleine trug die Schuld daran, das ihre Freundin litt. Das sie Qualen durchlebte und fürchtete, fürchtete mehr noch, als es die Yôgan vermutlich tat. Und dafür hasste sich Rôka. Bitterlich. Niemals wieder könne sie dies gut machen.. Niemals. Deshalb ertrug sie tapfer das, was man ihr an den Kopf warf, während sie die sonst so starke Frau dabei beobachtete wie sie wie ein kleines, geschlagenes Kind in der Ecke hockte und fürchterliche Tränen vergoss. Der Yôgan wegen. Der Anblick war kaum zu ertragen. Jedoch nur, weil sie wusste, weshalb. Ren war stets die mutige gewesen, diejenige welche sich schreiend voran in einen Kampf stürzte und als erste die Faust in den Himmel riss um irgendjemandem den Arsch zu versohlen. Dabei immer einen frechen Spruch auf den Lippen. Und nun vergrub sie das Gesicht in den Händen, weinte nur mehr und zog die langen Beine an sich heran um nicht zu Zerreißen. Zu zerreißen wie ein dünnes Blatt Papier im Winde.. Aber sie hatte ja Recht. Was war aus der Pinkhaarigen geworden? Ein Wrack. Ein jämmerliches, kleines Wrack..
Ich habe dir nie erzählt was in der Nacht geschehen ist, als ich fort ging.“, begann sie plötzlich, während sie ihren Körper über den dicken Stoff der Couch schob um an die Dame heran zu kommen. Schwerlich hoben sich die Arme, ehe sich diese behutsam und langsam um den Leib der Anderen schlangen. Da sie die Decke noch hielt, legte sich jene nun über beide, da Rôka ihre Liebste an sich drückte und festhielt, als fürchtete sie sie könnte die Frau verlieren wenn sie es nicht tat. Die Rippen schmerzten, alles brannte. Aber das war gleich. Ihre Freundin brauchte sie. Jetzt und hier. Nicht mehr, nicht weniger. „Miyano hatte sich heimlich nach Kiri geschlichen. Wir waren draußen am Meer.“, erklärte sie weiter, hatte dabei den Kopf auf die schwarze Haarpracht gelegt und erhöhte milde den Druck ihrer Umarmung. Unter der Decke wurde es von Sekunde zu Sekunde ein wenig wärmer. „Wir sind erwischt wurden. Die Shinobi aus Kiri glaubten sofort, ich würde geheime Informationen an Konoha verkauften und bezichtigten mich am Verrat. Sie wollten Miyano töten um mich gefangen zu nehmen.“ Ihre Stimme war ruhig, jedoch belegt und beinahe ein wenig leise. Immer wieder musste sie zu kurzen Pausen ansetzen um Luft holen zu können, doch sie tat es dezent. „Wir gerieten in einen heftigen Kampf, Miyano hätte beinahe einen dieser unschuldigen Shinobi getötet. Einen, der einfach nur seiner Pflicht seines Landes gegenüber treu war. Ich konnte das nicht zu lassen, weshalb ich, verletzt, nach ihm griff und floh. Wir liefen so weit fort, wie wir konnten, ehe unsere Beine vor Schmerz ein sackten. Erst danach wurde uns bewusst, was wir da gerade getan hatten.““ Noch hatte sie die Augen geöffnet, starrte in Gedanken einen unbestimmten Punkt an der Wand an und mühte sich, weiter ihre Fassung zu wahren. Beinahe nüchtern versuchte sie, diesen Teil ihrer Vergangenheit zu erzählen. „Seither verging nicht ein einziger Tag an welchem ich nicht an dich dachte. Nicht ein einziger.“ Sie drehte den Kopf ein wenig ein, berührte mit dem Mund den Kopf der Anderen und musste einmal kräftig einatmen. Es fiel ihr einfach so unendlich schwer darüber zu reden, aber es wäre noch schwerer, es nicht zu tun. Sie musste ehrlich sein. Ganz einfach. Ren war es auch. „Ich war als Verräterin des Landes abgestempelt. Hätte ich dir eine Nachricht geschickt und man hätte diese abgefangen, Ren, Gott weiß was dieses Dorf mit dir angestellt hätte..  Und nun. Nun wurde nur ich zugerichtet. Ich hätte es mir in meinem Leben niemals verziehen, wenn sie dir meinetwegen das gleiche angetan hätten. Nicht, weil ich damals jung, dumm und naiv war. Du warst der einzige Mensch in meinem Leben, der mir etwas bedeutet hat. Der ehrlich zu mir war. Es war allein mein Fehler, dafür hab ich gezahlt.“ Mit neuen Narben, neuen Wunden. Und einer Seele, welche einen vielleicht irreparablen Schaden erhalten hatte. Aber das alles zählte nicht. Denn das, was zählte, war Ren. Ihre Liebe.. Ihr Herz. „Ich liebe dich. Und ich schwöre dir bei allem, was mir geblieben ist und allem, was kommt, das ich dich niemals mehr verlassen werde. Gemeinsam gehen wir durch die Hölle, gemeinsam leben wir, lieben wir, sterben wir. Bis in den Tod und darüber hinaus.
@Renkô

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Renko
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Fr Jun 17, 2016 3:32 pm




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Es war grausam, diese ganze Situation. Alles davon und noch viel mehr, denn Ren begann, ihrer Liebsten ungeheuerliche Dinge an den Kopf zu werfen, die sie so, wie sie diese sagte, leider auch noch meinte. Sie war offen, ehrlich, aber vor allem verletzt von der Frau, die sie liebte. Man hätte glauben können dass es gut tat, das Ganze loszuwerden, doch war dem noch nicht so, sie war jetzt eigentlich nur aufgelöst und angreifbar, wie sie es bisher noch nie gewesen war. Es schmerzte, Rôka all das zu erzählen, was primär daran lag, dass nichts davon zu ändern war. Ihre Vergangenheit war, wie sie nun einmal war, unumschreibbar und das daraus resultierende Chaos mussten sie jetzt ausbaden, dies dafür wenigstens gemeinsam, auch wenn gerade noch Beide von ihnen Zweifel daran zu haben schienen, dass es diese gemeinsame Zukunft wirklich geben könnte, egal, wie sehr sie eben dies eigentlich wollten. Und das wollten sie, vor allem Renkô, die, aus ihrer Sicht, nur noch eine Person brauchte, um glücklich zu sein, Rôka, denn noch nie hatte ihr Herz solche Sprünge gemacht,w enn sie eine Person erblicken konnte, noch nie war sie so besorgt über den Gesundheitszustand einer Person gewesen, wie bei ihr. Diese Frau hatte sich sogar in ihrer Abwesenheit weiter in Ren's Herz gestohlen und sich dort einen Platz festgemacht, dass es für sie jetzt undenkbar war, sie wieder von dort zu verbannen, egal, wie sehr sie sich gerade selbst peinigte, es war eigentlich alles besser, als im Endeffekt doch wieder alleine zu sein, so viel stand für Renkô auf jeden Fall fest. Was hieß, dass man davon noch Rôka überzeugen musste, die nach diesen Anklagen sicherlich das Gefühl bekommen haben musste, Ren würde sie hassen, wenn nicht mehr. Doch dem war nicht so, ganz im Gegenteil, der zerbrechliche Haufen, der jetzt neben der Yôga hockte, auf dem Sofa eingekauert, wünschte sich nichts mehr als die endgültige Bestätigung das alles, was geschehen war, von diesem Zeitpunkt an nicht mehr zählte. Nur noch sie, jetzt, für die Zukunft und das vor allem gemeinsam. Dass es einen Funken Hoffnung gab, zeigte sich, als Rôka es war, die wohl über einen siebten Sinn, oder einfach gesunden Menschenverstand, verfügte, was ihr sagte, dass Ren sie gerade brauchte, nicht nur auf dem Sofa liegend, sondern nahe, ganz nahe, bei sich, was sie wohl dazu veranlasste, so an die leicht Jüngere heranzurücken und die Arme um das Häufchen Elend zu legen, was bei eben diesem sofort zu einem Hauch von Entspannung führte. Rôka war noch da, jetzt und sprach mit ihr, wenn auch über ein Thema, das man in Renkô's Nähe eher vorsichtiger angehen sollte. Dennoch tat Rôka genau das nicht, sie erzähtle frei heraus, was war, weshalb es Ren auch direkt die Sprache verschlug, nicht fähig zu antworten lauschte sie nur dem, was ihre Liebste ihr erzählte, mit den Händen eine von Rôka ergriffen, um ihr zu zeigen, dass sie da war, dass sie jetzt auch nichts mehr zu befürchten brauchte, egal, was sie noch zu erzählen hatte. Renkô war da für sie, wie immer.
Was danach aber kam, ließ Ren zweifeln. Nicht an Rôka, oder ihrer Geschichte, diese glaubte sie so, wie sie erzählt wurde, viel mehr aber an sich selbst. Sie hatte ihr all diese Vorwürfe gemacht, gegangen zu sein, ohne sich verabschiedet zu haben, selbstsüchtig und egoistisch, dabei war sie es, die alles sofort auf dieses eine Szenario zugeschnitten hatte. Rôka hatte einen Gliebten aus dem Feuerreich gehabt, Treffen waren in diesen Zeiten schwierig, gefährlich gar, das hätte ihr bewusst sein müssen, so biss sie sich gerade selbst in den Hintern. Warum hatte sie nicht versucht, sich in ihre Liebste zu versetzen? Nein, sie war lieber unbelehrbar eingeschnappt geblieben, hatte zu dieser Situation hier geführt, weshalb es ihnen jetzt auch so schwer fiel, auch nur nebeneinander zu existieren. Sie zitterte leicht, aber sicherlich nicht der Kälte wegen, während der Fluss ihrer Tränen bereits versiegt war, sie war nur noch sauer, sauer auf sich, dass sie nicht eher gemerkt, oder wenigstens nachgefragt hatte, was mit ihr los war, jetzt, wie damals, weshalb sie müde ihre Arme um Rôka schlang und den noch geschwächten Körper eng an sich zog. Sie konnte vor dieser Courage nicht länger zurückweichen, stattdessen griff sie sich Rôka und erlöste sie von der Bürde, das Balsam auf der Seele Renkô's sein zu müssen, aber auch aus der wohl unangenehmen Position für ihr geschundenes Selbst. Eng hielt sie die andere Frau bei sich, die Decke immer noch über den Beiden, es sollte ja auch warm bleiben. "I-Ich habe nicht gewusst, was mit dir war, ich habe nur gemerkt, dass du einfach nicht mehr da warst, Rôka, du ... du hast all das auf dich genommen, die Flucht, die Rückkehr, diese Sachen, die sie dir angetan haben, alles, weil du die schützen wolltest, die du liebst, ich weiß gar nicht, wie ich meine Art dir gegenüber wieder gut machen soll." Das wusste sie wirklich nicht, so mischte sich eine Art von Verzweiflung in ihre Stimme, Rôka hatte das alles nicht verdient, diesen Kummer, das Leid, die Schmerzen, sie verdiente jemanden, der an ihrer Seite und für sie da war, der auf sie aufpasste, besonders jetzt, wo man ihr wohl leichter wirklich schwereren Schaden würde zufügen können, seelischer Natur, nicht körperlicher, auch wenn das wohl auch nicht allzu schwer sein könnte, so, wie sie aussah. "Du hast garantiert keinen Fehler gemacht, du wundervoller, wundervoller Mensch ... ", murmelte Renkô, als sie das Gesicht, noch ein wenig feucht von ihrem Geheule, im Haar der Yôgan vergrub und diesen verletzten Körper so dicht zu sich zog, wie es ihr möglich war, ohne eben jenen zu verletzen. Wie sollte sie ihr jetzt böse sein können? Oder distanziert bleiben? Sie hatte so viel auf sich genommen, um im Endeffekt zwei Leute zu schützen, eine davon die Freundin, die sie dafür fünf Jahre lang bitterlich gehasst hat. Hatte sie das verdient? Garantiert nicht! Und eben das würde Renkô ihr zeigen, müssen, gleich wie wollen, denn jetzt hatte Rôka ein zu Hause, an ihrer Seite und in ihrem Heim. "Ich liebe dich doch auch, kleine Dumpfbacke ... und jetzt bin ich an der Reihe zu verhindern, dass noch einmal etwas geschieht, was uns trennen könnte. Du hast genug getan.", flüsterte Renkô ihr in den Haaransatz hinein und gab ihr einen kleinen Kuss auf den Scheitel. Sie würde diese Frau sicherlich nie wieder loslassen, diejenige, die für sie durch die Hölle und wieder zurückgegangen war, die jetzt verwundet und getreten in ihren Armen lag, zerbrechlich und doch so wohlbehütet, wie sie es noch nie war.


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Kiri Jounin
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt So Jun 19, 2016 11:50 am




Bedingungslose Liebe



Hatte sie denn Hilfe verdient? Liebe?
Mit den Jahren hatte sie so viele Dinge für Andere getan, das sie vergessen hatte wie es war egoistisch zu sein. An sich selbst zu denken und Dinge zu tun, die einem gut taten. Ja, sie hatte damals das Land verlassen um Miyano vor dem sicheren Tode zu bewahren, ja, sie hatte damals keinen Kontakt zur Schmiedin aufgebaut um auch sie zu schützen. Und jetzt, da die beiden endlich wieder vereinigt waren hatte sie sogar die Folter auf sich genommen um bei ihrer Liebsten bleiben zu können. Und sie wusste, das man alles aus ihr heraus quetschen würde, weshalb es gut war, das es der Wahrheit entsprach das sie wirklich keinen Kontakt zu Ren hatte. Unvorstellbar was geschehen wäre, wenn das Land so etwas herausgefunden hätte. Wer weiß. Vielleicht würden sie dann nicht so friedlich hier sitzen.. Und der Rest? Naja. Mit dem Hass von damals musste die Yôgan Leben. Hatte sie auch, Jahrelang. Alleine. Und mit dem Wissen, das sie in dieser Zeit ihrer alten Freundin nicht beistehen konnte. Auch sie selbst hasste sich dafür, aber zu ändern war es eben nicht mehr. Sie hatte genügend dumme Sachen getan, hatte dafür bezahlt und würde nun mehr damit leben müssen. Auch mit den Narben, denn diese, körperlich wie seelisch, würden sie stets daran erinnern. Vielleicht sogar auf ewig. Leider.
Du musst gar nichts wieder gut machen. Vergangenes, ist vergangen.“, sprach sie noch immer ein wenig angestrengt, da ihr eigentlich die Kraft dafür fehlte um so lange am Stück zu reden. So ließ sie sich einfach in die Arme der Frau ziehen, spürte, wie sich die Arme um sie schlangen und sie das Gesicht in den pinken Haaren vergrub. Kummer war etwas grausames, niemand sollte alleine damit stehen. Erst Recht nicht Ren, welche in ihrem Leben bereits genug mit gemacht hatte. Jetzt war es einfach an der Zeit das sie glücklich war, zusammen mit der Yôgan. Denn gemeinsam würden sie alles schaffen. „Tze, kleine Dumpfbacke.. “, lachte sie Dame, nachdem Ren sie scheinbar ungefragt umbenannt hatte. Rôka schloss die Arme ein wenig fester um ihre Freundin, lächelte matt und drückte sich eng an sie. Noch immer schmerzte der Körper, aber das war ihr gerade einfach nur egal. „Ich bin immer für dich da. Alles was ich tue, tue ich für uns. Ich liebe dich.. Dumpfbacke.“, schmunzelte sie ein wenig und lächelte danach sogar kurz. Ein wenig musste sie sich ja über diesen Begriff amüsieren. Selbst wenn es in dieser Situation vielleicht unangebracht wirkte. Aber das war es nicht. Wirklich nicht. So löste sie sich vorsichtig ein Stück, nahm das Gesicht ihrer Liebsten in die Hände und gab ihr einen liebevollen Kuss auf die Stirn, danach lächelnd, einen warmen Ausdruck im Gesicht tragend. „Was meinst du? Sollen wir mal dein köstlichen Essen probieren?“, lächelte sie. Das Feuerwerk war längst vergangen, der Himmel war ruhig. Nur noch die Menschen erfüllten die Straßen mit Lärm und Musik. Doch hier in ihrem Heim war es friedlich. Nur die beiden, ganz für sich. Gemeinsam alleine. Und Rôka liebte es. Sie liebte es bei Ren zu sein, und wer weiß. Vielleicht hatte nun mehr auch diese Distanz ein Ende, diese.. gewisse Kälte, welche sie unterbewusst gespürt hatte seitdem sie hier war. Es wäre so schön einfach nur mal.. geliebt zu werden. Bedingungslos.      
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt Sa Jun 25, 2016 6:08 am




Go hard or go home



Und wieder zeigte sich, warum Renkô sich überhaupt in die Frau neben sich verliebt hatte. Sie war großartig, selbstlos und, fragte man die Frau aus dem Clan der Hagane, eigentlich das Beste, was dieser Welt hatte passieren können. In diesen Zeiten auch viel zu gutmütig für das eigentlich so verdorbene Dorf, das sie ihre Heimat nannten. Jene Heimat, die für einen guten Teil dessen verantwortlich war, was ihnen geschah. Rôka selbstredend noch mehr als Renkô, die zwar unter der Trennung zu ihrer Liebsten hatte leiden müssen, jedoch nicht indirekt zur Flucht verdonnert worden war, genauso wenig, wie sie diese ewig langen drei Monate lang Folter, seelischer wie körperlicher Natur, erleiden hatte müssen. Nein, das hatte alles Rôka auf sich genommen, nur, um ihre Lieben zu retten, erst den Mann, für den sie gegangen war, danach die Frau, in deren Armen sie jetzt lag und noch immer die Wunden leckte, die ihr die eigentlich Schutz bietende Heimat zugefügt hatte. Kein Wunder, dass man da nicht nur paranoid sondern auch emotional weiter abgestumpft wurde, als man es als Shinobi sowieso schon in den meisten Fällen war. Kein gutes Leben, vor allem nicht in diesem Dorf, welches bis heute noch damit überzeugen konnte, nicht einmal die eigenen Bewohner einigermaßen annehmbar zu behandeln. Besah man es so, hätte auch Ren damals gehen müssen. Weg aus Kirigakure, weg aus dem Ort, der ihr die Liebe ihres Lebens zusätzlich genommen hatte, dennoch aber blieben sie hier, jetzt wenigstens zusammen, weshalb Renkô jetzt mit einem längergezogenen Seufzen aufwarten musste, als sie den kleinen Einwand Rôkas vernnahm, mit dem sie alles andere als einverstanden war. Wie hätte sie das denn auch sein sollen bei dem Unsinn, den sie da erzählte? "Rôka.", begann sie demnach auch mit eher schärferem Unterton in der Stimme, der bewusst gewählt war. "Ich habe dich auf Abstand gehalten, seit wir hier eingezogen sind, auch noch in der alten Wohnung, also sag mir nicht, ich hätte nichts wieder gut zu machen, vor allem, da das Ganze eigentlich nicht einmal annähernd gerechtfertigt war. Von dem her ist es sicherlich vergangen ... aber vergessen werde ich es die nächste Zeit über garantiert nicht, dafür schulde ich dir alleine dafür zu viel ... nicht zuletzt mein Leben. Und widersprich mir da nicht, du weißt, dass es so ist." Anschließend seufzte Renkô etwas ausdauernder und streichelte mit einer Hand weiter sanft das Haar der Yôgan, die so beinahe schutzlos in ihrem Armen lag.
Danach aber nahm das alles dennoch freundlichere, bessere Züge an, für Renkô bedeutend, dass sie ihre eigene Bezeichnung an den Kopf geknallt bekam, für sie bedeutend, dass sie Rôka gegen die Stirn schnippen musste, was auch sofort geschah. "Hey, du musst dir das Recht, mich Dumpfbacke nennen zu dürfen, erst verdienen, klar, mein Schatz?", sprach sie, den letzten Teil bewusst stärker betonend. Sofort verfielen sie in alte, sorgenfreie Muster zurück, in welche, die gerne öfter an der Tagesordnung stehen durften, ohne die Probleme dessen im Nacken, was zwischen ihnen alles geschehen war, was dennoch nicht bedeutete, dass Ren alles mit sich machen, oder sich alles sagen, ließ. Besonders nicht von ihrem persönlichen, laufenden Lavatümpel, soweit käme es ja noch! Doch wie sollte sie ihr gegenüber auch nur ansatzweise böse drauf sein, oder ihr widerstehen können, wenn sie direkt darauf diesen kindlich freundlichen Charme an den Tag legte und ihr so liebevoll auf die Stirn küsste, wie sie es immer tat, wenn sie eigentlich keine Lust hatte zu diskutieren. Den Wunsch konnte Renkô nur zu gut verstehen, weshalb auch sie es mit einem schmalen Lächeln gut sein ließ. Man musste ja nicht immer streiten, egal ob künstlich oder nicht, so widmete auch Renkô sich der kleinen Platte mit Essen, bei der sie sich auch sogleich verbessernd zu Wort melden musste, ganz Recht nämlich hatte Rôka mit dem, was sie sagte, ja auch nicht. "Nur so zur Korrektur ... das Essen ist nicht von mir, ich will dich ja gesättigt sehen, nicht vergiftet.", erwiderte sie mit einer klar heraushörbaren Selbstironie, die sie auch nicht zu verstecken gesuchte. Sie wusste um ihre Kochkünste, sehr gut sogar, weshalb es auch kein Problem für sie war, das zuzugeben, selbst, wenn sie tatsächlich versuchte, das um Rôka's Willen zu ändern. Irgendwann wollte sie ja auch mal für ihre Frau sorgen können, mit allem, was dazu gehörte, vorerst aber musste eben auch die gekaufte Platte herhalten. Langsam nahm Ren so eines der Häppchen, etwas Brot mit Frischkäseaufstrich und einer Olive, um Rôka mit eben diesem zu füttern, keine Anstrengung für die eh schon geschundene Yôgan, so ihr Gedankengang, als sie mit dem herzlichsten Ausdruck im Gesicht, der ihr bekannt war, das kleine Stückchen Brot zum Mund ihrer Freundin führte und sie dieses in Ruhe aufessen ließ. Vielleicht war jetzt ja auch wieder der richtige Zeitpunkt gekommen, um sich doch noch eine kleine Kleinigkeit zu Trinken zu gönnen, weshalb sie Rôka sanft auf das Sofa zurückbettete, behutsam, um sie auch ja nicht weiter verletzen zu müssen, oder können, sowie danach wieder die zwei Gläser zu greifen. "Wir haben ja immer noch Neujahr und trotzdem nicht darauf angestoßen ... ich glaube, es wird Zeit für einen spätnächtlichen Trunk, meine Liebe." Mit diesen Worten ging sie zu einem abseits stehenden Schrank, einer kleinen Vitrine gleichend, die sie öffnete, woraufhin darin kleine Lichter angingen und diverse Flaschen verschiedenster inländischen sowie exotischen Exquisitäten von Alkoholika entblößend. Zielsicher griff sie eine Flasche gut gereiften Scotch, um die zwei Gläser eben damit zu füllen und die Flasche danach wieder an ihren angestammten Platz zurückzustellen. Eiligst kehrte sie danach zurück zu Rôka, um ihr das kleine Glas zu überreichen, das für sie bereitet worden war, während sie sich auf den kleinen, noch freien Platz neben ihr fallen ließ, das Glas mit beiden Händen umschlungen, Hunger hatte sie gerade nicht wirklich, dafür war alles noch ein wenig zu frisch, trotzdem würde sie mit ihrer Freundin anstoßen. Wer weiß, vielleicht würde danach auch der Appetit wieder zurückkehren, der sie gerade verlassen hatte. Beim Anblick Rôka's neben sich garantiert nicht mehr länger undenkbar. Ein schmales Lächeln zeigte sich wieder, als sie mit der Dame anstieß, um sich danach einen Schluck von ihrem Scotch zu genehmigen. "Auf das neue Jahr, Liebling."


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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt So Jun 26, 2016 9:49 pm




Wieder vereint



Nein, dieses mal würde die Yôgan ihr mit Sicherheit nicht widersprechen. Selbst wenn ihre Liebste keinen schärferen Ton gewählt hätte, so war der Älteren durchaus bewusst, wie ernst ihr diese Sache war. Sicher, sie hatte ihre eigene Freundin auf Abstand gehalten, das hatte diese in den Tagen auch schmerzlich gespürt, aber es schmälerte keineswegs die bedingungslose Liebe gegenüber der Schmiedin. Denn nein, nicht einmal der Tod würde jemals etwas daran ändern können, dafür war das Band zwischen diesen beiden Frauen einfach zu stark geworden über die Jahre hinweg. Und sie hatte verdammte drei Monate in Folter und Gefangenschaft verbracht um nun mehr an der Seite dieser Frau sein zu können. Das würde ihr niemand mehr nehmen können, und das Glück darüber würde auch nicht kleiner werden, selbst wenn Renkô sie fortan weiter von sich geschoben hätte. Dafür hatte Rôka einfach viel zu geopfert..
Au..“, jammerte die Yôgan dann ein wenig gespielt, ehe sie sich die Stelle an der Stirn rieb, gegen die die Schwarzhaarige geschnippt hatte. Das Gespräch nahm weichere Züge an, weshalb die Ältere selbst auf das Andere nicht weiter einging. Sie würde ihrer Liebsten die Chance geben das alles wieder gut zu machen, auch wenn das damit begann, jene Attacke über sich ergehen zu lassen.. Doch auch darauf antwortete sie nicht weiter. Nachdem sie ihrer Freundin auf die Stirn geküsst hatte und wieder das Essen ansprach, lies auch jene sich auf dieses Thema wieder ein.
Haha.. Ja, war mir klar, das dass Essen nicht von dir sein kann.“, lachte die Ältere sichtlich befreit, wenngleich ihre Stimme noch immer ein wenig rau klang dabei. Auch deshalb lachte sie nur kurz, den kurzen Schmerz in ihrer Brust dabei ignorierend. Verdammt, sie sollte wirklich besser bald zu einem Arzt gehen. Aber nicht jetzt. Es war noch immer Neujahr und Ren schien dies noch feiern zu wollen! Wenn auch auf ihre Weise. So ließ sich die Pinkhaarige füttern, aß das Stück Brot, wenngleich eher langsam, auf und lächelte zufrieden ihre Freundin an. Ja, da war es wieder. Diese Zärtlichkeit, diese Nähe. Diese Liebe, die sie endlich wieder spüren konnte.. Wenn auch langsam. Aber jede Wunde brauchte eben seine Zeit, ehe sie heilen konnte. „Stimmt, wir haben noch immer nicht angestoßen.“ Wie auch, denn beim ersten Versuch hatte sie ja abgewürgt um auf dieses unliebsame Thema zu kommen, welches nun mehr vom Tisch war. So hoffte sie zu mindestens, weshalb sie einem guten Drink wirklich nicht abgeneigt war. Und wieder war es Ren, welche für die andere sorgte und einen guten Schluck Alkohol besorgte, ebenso zwei Gläser, welche gleich befüllt wurden. Vorsichtig umschlang sie mit beiden Händen das kalte Glas, wieder mit einem matten, aber ehrlichem Lächeln im Gesicht. So war der Einstand in das neue Jahr doch vollkommen.. Sie hatte ihre Liebste an ihrer Seite, einen guten Tropfen zwischen den Fingern und etwas zu Essen, das sie nicht umbringen würde. „Auf das neue Jahr, mein Herz.“, lächelte sie glücklich, hob das dicke Glas und stieß mit der Schmiedin an, ehe sie sich einen kräftigen Schluck aus eben jenem genehmigte. Und ja, es war köstlich! Mit einem zufriedenen Seufzen sank sie wieder zurück, lehnte sich an den Leib der Anderen und kuschelte sich behutsam an sie heran, wieder einen weiteren Schluck nehmend. Sie konnte spüren wie das Gesöff ihre Kehle hinab rutschte und dieses angenehme, brennende Gefühl auslöste. Jetzt wurde sogar ihr wieder warm. „ Danke. Für alles.“, murmelte sie, während sie eine Hand löste, jedoch nur um mit dieser die der Anderen zu ergreifen. Schwach schlangen sich die kalten Finger um die anderen, drückten jene. Die Yôgan wirkte noch immer schwach, müde. Aber glücklich. Denn sie hatte ihre Renkô zurück.. endlich.
   
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BeitragThema: Re: Ein bombastischer Auftakt So Jul 17, 2016 11:13 am




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Und schon war man in alte Muster zurückgefallen, damals, als man sich frei hatte neckischer begegnen können. Bevor Rôka verschwunden war, bevor ihr Leben teils wirklich den Bach hinunter gegangen war, damals, als die Zeiten einfacher, schöner waren, was in Kirigakure nun wirklich keine Selbstverständlichkeit war. Das Dorf verzieh wenig, vor allem Fehler und Schwäche in den allerseltensten Fällen und schon von kleinauf wurden Shinobi darauf gedrillt, das für ihr Dorf zu sein, was sie eben der klassischen Manier nach waren: Soldaten. Killer, meist auch noch, fing doch die Laufbahn der Ninja im Blutnebeldorf schon genau damit an, man wurde, ging man zur Akademie, entweder Shinobi oder Anschauungsmaterial für diverse Kliniken, die an Leichen herumexperimentierten, kurzum es ging im vereinfachtesten Sinne des Wortes um Leben und Tod. Momente wie jene, die Renkô zusammen mit Rôka hatte gab es selten, auch Freundschaften konnten sich kaum bilden, weshalb Ren jetzt, im Nachhinein, nur umso glücklicher war, Rôka so kennen gelernt zu haben, wie sie es eben hatte. Dass aus einer einfachen Freundschaft, vielleicht sogar kleinen Rivalität, dergleichen wurde, hatte sie nie ahnen können, ändern würde sie aber bewusst nichts mehr daran, dafür war es zu erfüllend, wie die Jônin gerade feststellen durfte. So seufzte sie auch nur einmal überaus zufrieden, als nicht wirklich eine Erwiderung auf ihre Ansage gegenüber der Yôgan kam. Ja, so durfte das Leben gerne weitergehen, wenn auch mit bedeutend weniger Verletzungen am Körper ihrer Liebsten, denn diese erinnerten doch wieder an ein eher dunkleres Kapitel in nicht nur ihrer Vergangenheit, sondern auch der des Dorfes. Es war eben, was es war, das zeigte sich gerade überaus deutlich am Körper der leicht Älteren.
Verging jedoch, dessen war sie sich sicher und darüber sprechen musste man gerade auch nicht, wie gerade auch Rôka bewies, die auf das Kommentar, Ren hätte nicht gekocht, nur einen schnippischen Spruch auf Lager gehabt hatte. "Pah!", erwiderte sie demnach auch ein wenig empört über diese Frechheit, die von ihrer Freundin gekommen war, das würde sie garantiert nicht auf sich sitzen lassen. "Ich darf sowas über mich behaupten, aber du hast gefälligst Festmahle von mir zu erwarten, meine Liebe!" So ihre Ansage, auch, wenn sie das wohl nicht direkt beweisen könnte. Würde sie aber wohl noch einmal versuchen müssen, denn eigentlich störte es sie selbst ein wenig, dass ihre Esskultur sich auf Fertigzeug und Bestelltes beschränkte, lieb war es ihr absolut nicht, auch wegen Rôka, nur hatte das vorerst Zeit, denn was sie besorgt hatte schien ja auch zu schmecken, dem nach zu urteilen, wie Rôka danach reagiert hatte, sowie sofort zu etwas zum Anstoßen kam, wonach es Renkô ja schon sowieso eine Weile dürstete. Dass Rôka darauf ebenso Lust zu haben schien, kam ihr natürlich zu Gute, weshalb auch rasch zwei Gläser gefüllt werden, sowie angestoßen werden konnten. "Das neue Jahr und uns.", fügte sie noch einmal hinzu und nahm einen größeren Schluck, nachdem sie mit Rôka tatsächlich angestoßen hatte. Glücklicherweise, immerhin, denn am Anfang des Abends sah es bedeutend weniger herzlich aus, als es jetzt wurde, nachdem sich die Yôgan begann an Renkô zu lehnen, auch ihre Hand ergriff, was ihr ein zartes Lächeln entlockte. Wie sollte es auch nicht? Sie war endlich dort angekommen, wo sie hingehörte, zusammen mit Rôka, in ihrem eigenen Haus. "Du brauchst dich für gar nichts zu bedanken, Liebes, nicht bei mir.", hauchte sie noch und genehmigte sich noch einen kleinen Schluck, bevor, das Glas geleert, der Kopf langsam nach hinten fiel, die Augen geschlossen und Renkô, ohne, dass sie es eigentlich wollte, tatsächlich auf der Couch eingeschlafen, die Finger noch immer mit denen Rôka's verschränkt. Ihr wohl langweiligstes Neujahrsfest, natürlich, trotzdem das mit Abstand schönste, an das sie sich überhaupt erinnern konnte.

Szene: Beendet


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